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  • Kümmerliche Viehzucht

    geschrieben am 03. April 2011 von Jens Berger

    ein Gastartikel von Benjamin Fredrich

    Früher, als Guido Westerwelle noch in der Opposition verweilte, von der aus er in jede beliebige Kamera rein schreien durfte, ohne Konsequenzen erwarten zu müssen, hatte die FDP noch Wähler. Heute ist das anders. Die Wähler sind weg. Gesucht wird ein neuer Vorsitzender. Seitdem Jürgen Möllemann gesprungen ist, können die Menschen von der FDP weder einen vernünftigen Fallschirmspringer, noch eine kompetente Führungspersönlichkeit vorweisen. Phillip Rösler und Dirk Niebel waren zwar wie Möllemann auch bei der Bundeswehr, der eine jedoch nur als Arzt und der andere schon damals als Arbeitsverweigerer.

    Politiker, die dem Volk frech aufs Parket brechen und das Zeug anschließend als „lecker Wurstgulasch“ verkaufen, sind derzeit kaum noch gefragt. Die FDP schafft es bei kaum einer Umfrage über die 5% Hürde. Nur wenige behaupten, dass Westerwelle ganz alleine dafür der Grund ist, aber nur einer denkt, dass es ohne ihn schlechter sein würde: Walter Döring. Dieser Weise Herr von der FDP glaubt, seine Partei mit einem neuen und unheimlich klaren Konzept retten zu können. Dabei ist das Konzept der FDP gar nicht mal so undurchsichtig gewesen. Wer nach Eigeninteresse entscheidet und entweder zu den reichsten Menschen Deutschlands gehört und/oder ein Hotel besitzt, gibt dieser Partei seine Stimme. Dass, die FDP zur letzten Bundestagswahl von fast jedem 6. gewählt wurde, kann nur an der Unmündigkeit der Wähler liegen. Bis auf Döring zweifelt niemand an der Inkompetenz unseres Außenministers. Kein Englisch im Ärmel, schwule Maulwürfe, beschissenes Grinsen und überhaupt – den Wählern ist das anscheinend unsympathisch geworden. Bei der Fülle an Antipathie wird ein ordentlicher Nutten- oder Kokainskandal, wie ihn andere aufgeblasene Knalltüten immer wieder gerne als Ausstiegshilfe nutzen, überflüssig.

    Sollte Westerwelle das Zaubern in ein paar Tagen immer noch nicht erlernt haben, um die Springerpresse mithilfe seines Zauberstabes von sich zu überzeugen, steht seinem Rücktritt nichts mehr im Weg. Doch was passiert dann? Kann die liberale Volkspartei eine charismatische Führungspersönlichkeit vom Kaliber eines kleinen Hitlers aus der Krawatte schütteln? Oder geht der Posten für den Oberbefehlshaber an eine strunzdumme Blondine, die auf den Namen Silvana hört?

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    132 Kommentare

    Der Spiegelfechter kriegt Nachwuchs

    geschrieben am 02. April 2011 von Jens Berger

    Der erste richtig warme Tag des Jahres wirft auch einen Sonnenschein auf die Blogosphäre. Monatelange Transferverhandlungen von düsteren Männern in Trenchcoats und mit Koffern voller Geld haben nun ein glückliches Ende gefunden. Der Spiegelfechter kann somit für die neue Saison die Verpflichtung von zwei Nachwuchstalenten und einem altgefahrenen Ausputzer ankündigen. Künftig werden Stefan Sasse, Markus Weber und Frank Benedikt den Spiegelfechter personell unterstützen.

    Stefan dürfte den meisten Lesern ohnehin bereits durch zahlreiche Gastartikel auf dem Spiegelfechter bekannt sein – er bloggt ansonsten auf dem Oeffinger Freidenker und betreibt nebenbei den Geschichtsblog. Markus bloggt auf Guardian of the Blind und schrieb auch bereits einige Gastartikel für den Spiegelfechter. Frank Benedikt ist dem Spiegelfechter bereits seit dessen Gründung eng als Lektor und gelegentlicher Autor verbunden. Er bloggt auch auf dem Binsenbrenner und betätigt sich nebenbei als „die Mutter der Kompanie“ in der linksliberalen Bloggerszene.

    Für die Leser ändert sich dadurch erst einmal wenig. Artikel der „Neuen“ werden nun halt nicht mehr als „Gastartikel“, sondern als redaktionelle Artikel eingestellt. Bevor Ihr wieder einmal gnadenlos in den Kommentaren über mich herfallt, solltet Ihr also erst einmal schauen, von wem der Artikel ist. Dann könnt Ihr immer noch mosern und meckern, was das Zeug hält.

    Mittel- bis langfristig muss der Spiegelfechter auch noch technisch und optisch auf einen Mehrautorenblog umgestellt werden. Aber das hat erst einmal keine Priorität und wir werden schon sehen, welche Änderungen wirklich notwendig und sinnvoll sind.

    Euer Spiegelfechter-Herausgeber,
    Jens Berger

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    Persönliche Nachwehen der Atomkraft

    geschrieben am 02. April 2011 von Stefan Sasse

    von Stefan Sasse

    Ich muss zugeben, vor Fukushima war Atomkraft für mich kein wirklich großes Thema. Ich war prinzipiell dagegen, aber in der Materie nicht firm genug, um die Argumente gegen den Atomausstieg – keine Möglichkeit, den Atomstrom zu ersetzen – wirklich gegenprüfen zu können. Deswegen befasste sich mein “Grundsätzliches”-Artikel auch hauptsächlich mit den finanziellen Umständen und dem Lobbying. Die Möglichkeit eines Super-GAUs war auf meinem Radar vor Fukushima einfach nicht vorhanden, ich gebe das gerne zu. Und so sehr ich es hasse, in solchen Fällen auf den allgemeinen Entsetzenszug aufzuspringen und “ab heute wird alles anders” zu rufen: in dem Fall tue ich es. Fukushima ist eine Wegmarke in der Geschichte moderner Technologien, die einen Urglauben in die Beherrschbarkeit der Technik nachhaltig erschüttert hat und wohl zu einer noch kaum abschätzbaren Umorientierung führen wird – ähnlich wie der Untergang der unsinkbaren, alle Widrigkeiten beherrschenden, “Titanic” eingangs des 20. Jahrhunderts es für die Zeitgenossen tat. Den Artikel weiterlesen »

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    Da findet zusammen, was zusammen gehört: Guttenberg wird BILD-Chef

    geschrieben am 01. April 2011 von Jens Berger

    Interne Dokumente, die den NachDenkSeiten vorliegen, bestätigen, was die Spatzen bereits seit längerem von den Dächern pfiffen: Der ehemalige Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wird in den Vorstand der Axel Springer AG wechseln. Er wird dort Nachfolger von Andreas Wiele, der seinerseits in den Vorstand der RTL-Group wechselt. Zum Verantwortungsbereich Guttenbergs wird dabei neben der BILD-Gruppe auch das neugeschaffene Ressort Social-Media-Relations gehören. Der Axel Springer Verlag sieht hier vor allem auf Facebook ein großes PR-Potential, das bislang noch weitestgehend brachliegt.

    In Medienkreisen wird diese Personalentscheidung durchweg positiv aufgenommen. Karl-Theodor zu Guttenberg ist bereits seit längerem eng mit dem BILD-Chefredakteur Kai Diekmann befreundet und pflegte während seiner aktiven politischen Karriere eine für beide Seiten geschäftlich überaus fruchtbare Beziehung zu seinem neuen Vorstandsmitglied. „Im letzten Jahr war Karl-Theodor zu Guttenberg ja quasi Dauergast in der BILD-Redaktion, da fällt der Übergang in das neue Geschäftsfeld leicht“, so ein Branchenexperte gegenüber den NachDenkSeiten. Letzte Bedenken wegen zu Guttenbergs nicht sonderlich beeindruckender Berufserfahrung in der Medienbranche, konnte der Baron leicht ausräumen: Er sei von 1988 bis 1991 bereits in verantwortlicher Position bei einem Rosenheimer Medienunternehmen tätig gewesen und daher auf seine neuen Aufgaben bestens vorbereitet. Recherchen der NachDenkSeiten ergaben jedoch, dass es sich bei dem „Rosenheimer Medienunternehmen“ um die Schülerzeitung des Ignaz-Günther-Gymnasiums gehandelt haben muss, an dem zu Guttenberg am 1. April 1991 sein Prädikatsabitur machte.

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    Das hilft bei Strahlung

    geschrieben am 31. März 2011 von Jens Berger

    ein Gastartikel von Jürgen Apitzsch

    Zunächst einmal: Keine Panik. Es macht keinen Sinn, sich ängstlich vor radioaktiver Belastung verstecken zu wollen. Wie die Erfahrungen aus Hiroshima, Nagasaki und Tschernobyl deutlich zeigen, kann niemand der Strahlung entgehen, wenn erst einmal eine großflächige Kontamination vorliegt. Egal ob wir uns davor ängstigen oder nicht. Allenfalls kann man versuchen, möglichst wenig strahlende Spaltprodukte aufzunehmen und möglichst viele der bereits aufgenommenen radioaktiven Schadstoffe auszuleiten. Hierzu bieten sich glücklicherweise eine ganze Reihe interessanter Möglichkeiten an. Auch gilt es das Immunsystem zu unterstützen, dass, wie alle Systeme mit hoher Zellteilungsrate, besonders unter der Strahlung leidet.

    Die Gefahr rechtzeitig erkennen

    Nur dann können wir uns gegen einen Anstieg radioaktiver Strahlung schützen, wenn wir rechtzeitig davon erfahren. Staatliche Stellen wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) sind eine Möglichkeit. Unter odl.de finden sich im Internet die Ergebnisse eines bundesweiten Messnetzes, das die Gamma- Ortsdosisleistung anzeigt. Wer offiziellen Stellen nicht blind vertrauen möchte, kann sich auch eines privaten Messnetzes bedienen. Unter you-measure.com können bundesweit privat erstellte Messergebnisse eingepflegt als auch eingesehen werden. Falls das nicht genügen sollte, so besteht immer noch die Möglichkeit, sich selbst einen Geigerzähler zuzulegen, der Preis für ein solches Gerät variiert zwischen 300 und 400 Euro. Ein interessantes Gadget ist in diesem Zusammenhang der PM1208 Wrist Gamma Indicator. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine Armbanduhr mit eingebautem Geigerzähler, der die Umgebungsstrahlung in Mikrosievert pro Stunde (μSv/h) misst und ab einem verdächtigen Grenzwert ein akkustisches Warnsignal ertönen lässt. Die Uhr, die zudem auch bis 100 m Tiefe wasserdicht ist, kostet rund 320 Euro und ist erhältlich bei Polimaster Inc. Virginia. Eine sehr viel kostengünstigere Alternative, die ohne jede Technik auskommt, bietet eine Zimmerpflanze. Die blaue Dreimasterblume (Tradescantia Virginiana) sieht nicht nur hübsch aus.

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