Direkt zum Inhalt

  • Suchen

  • RSS Feeds

  • Letzte Kommentare

  • Wir sind Leistung!

    geschrieben am 10. Januar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Rubrik:Satire

    Leistungsmerkel

    Selbstredend stammt dieser Satz nicht von Angela Merkel, er ist lediglich in meiner wirren Vorstellung entstanden.

    16 Kommentare

    Petitionen: Mickrige Stürme im Wasserglas

    geschrieben am 09. Januar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Online-Petitionen haben derzeit Hochkonjunktur. Aber bringen sie auch etwas? Eher nicht. Das liegt in ihrer Natur.

    Das lateinische Wort „petitio“ steht für Eingabe, Gesuch oder – das beschreibt es am besten – für Bittschrift. Petitionen gelten als demokratisches Grundrecht und man könnte den Eindruck gewinnen, es handele sich um eine große Errungenschaft der Demokratie. Doch in Wahrheit sind sie meist nichts weiter zahnlose Tiger, die sich aufbauen, Pranken und Zahnfleisch zeigen, ein kurzes knurrendes Geräusch von sich geben und dann wieder müde in der Ecke liegen. Weil einer Bitte entsprochen werden kann. Aber eben nicht muss. Eine Petition kann theoretisch genutzt werden, um Gesetze zu ändern oder zu erlassen. Faktisch ist das sogar geschehen – bisher ein einziges Mal.

    Beispiel Netzneutralität

    Es war eine der Petitionen, die ganz schnell die erforderliche 50.000-Unterzeichner-Grenze knackte. Das Thema Netzneutralität beschäftigt offenbar so viele Menschen, dass es ein Leichtes war, genügend Namen auf die Online-Liste zu setzen. Auch die Medien nahmen rege durch ihre Berichterstattung an der Thematik teil. Inzwischen hat eine Bundestagswahl stattgefunden, die Große Koalition hat (wider Erwarten) tatsächlich ihre Arbeit aufgenommen, die Posten sind verteilt. Netzneutralität ist allerdings heute kein großes Thema mehr. Die Bundesregierung hat das Verkehrsministerium für den Breitband-Ausbau verantwortlich erklärt, im Koalitionsvertrag ist zudem das Projekt „Industrie 4.0“ festgeschrieben worden. Wo dabei die Netzneutralität vorkommt, ist nicht klar. Zu einer gesetzlichen Festschreibung (oder zumindest zum Weg dorthin) ist es jedenfalls bisher nicht gekommen, auch wenn kürzlich die Piratenpartei auf ihrem medial kaum beachteten Drei-Königstreffen erneut darauf hinwies, dass die Abschaffung der Netzneutralität zu einer Entdemokratisierung des Internets führe.
    Insgesamt 76.530 Online-Unterzeichner hatte die Petition mit der Nummer 41906. Der Status der Petition lautet „abgeschlossen“, sie ist heute nicht mehr als eine Akte in der Schublade. Den Artikel weiterlesen »

    40 Kommentare

    Hilfe, die bösen Flüchtlinge kommen!

    geschrieben am 08. Januar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Das Wohngebiet Hattenbühl in Stuttgart-Feuerbach bereitet sich auf 159 Flüchtlinge vor. Und gerät dabei in helle Aufregung und regelrechte Panik. Die Bürgerreaktionen stehen stellvertretend für eine deutsche Grundhaltung.

    Im Feuerbacher Wohngebiet Hattenbühl ist es richtig schön. Es ist idyllisch gelegen und bietet Menschen des bürgerlichen Mittelstands eine zauberhafte Umgebung, um zu leben, zu lieben, zu feiern und Ruhe und Frieden zu genießen. Zumindest bisher. Nun ist geplant, Flüchtlinge dort unterzubringen. Womit – glaubt man den Argumenten besorgter Bürger – nicht nur die Idylle Hattenbühls zerbricht, sondern der ganze Stadtteil gleich in Schutt und Asche gelegt wird. Denn: Flüchtlinge sind Kriminelle, daran führt kein Weg vorbei.

    Häuser wertlos, Kinder in Gefahr, Leben im Ghetto

    Sind die Flüchtlinge erst mal da, wird nichts mehr so sein, wie es war. So sieht es eine Gruppe von Anwohnern, die sich auch gleich rechtlichen Beistand geholt hat. Eine Stuttgarter Kanzlei schrieb in einem Brief an die Stadt, es sei zu befürchten, dass die „sozialen Konflikte“ innerhalb der Flüchtlingsunterkunft massive Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche hätten, was zu einer „Gefährdung und Belästigung“ des Nachwuchses führe.
    Aber auch der Standort selbst scheint suboptimal zu sein. Die Rechtsanwaltskanzlei schreibt, dass erstens die Lage flüchtlingsfeindlich sei, weil es kaum Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in der direkten Nähe gebe (was für sich genommen irgendwie rührend klingt). Zweitens aber ergäben sich für die Nachbarn Nachteile (gemeint sind mögliche Wertminderungen ihrer Immobilien). Damit werde gegen gültiges Baurecht verstoßen und es müsse nach anderen Möglichkeiten gesucht werden.
    Der eigentliche Punkt aber ist die kriminelle Energie der Flüchtlinge. Im Anwaltsschreiben heißt es, dass Hattenbühl als Standort eine „unzumutbare Beeinträchtigung“ darstelle. Warum das so ist, erfahren wir auch, denn unter den Flüchtlingen seien „sowohl verbale als auch gewalttätige körperliche Auseinandersetzungen vorprogrammiert.“ Das wiederum bedeute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, dass es unter den Flüchtlingen „fortlaufend zur Begehung von Straftaten“ kommen werde. Fehlt noch der Hinweis auf die grauenvollen Konsequenzen für die Menschen Hattenbühls. Durch die in luftige Höhen geschossene neue Straftatstatistik (die offenbar zur Sicherheit schon jetzt in Stein gemeißelt wurde) ergebe sich ein „gespaltenes Verhältnis“ zwischen deutschem Staat und seinen Bürgern. Das berge nun die Gefahr, „dass sich der Zorn über die Obrigkeit anschließend auf die Anwohner und deren Kinder niederschlägt und dort entlädt.“ Den Artikel weiterlesen »

    69 Kommentare

    Nach Hamburger Krawallen: Davidwache wird zur Gefahrenzone erklärt

    geschrieben am 07. Januar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Rubrik:Satire

    Nach den Hamburger Krawallen ist noch immer unklar, wer angefangen hat. Während sich Demonstranten mit den Worten „So ist Revolution eben“ äußerten, sprachen Polizeivertreter von „irre vielen Durchgeknallten“. Die werden inzwischen auch in der Davidwache vermutet, die aus Sicherheitsgründen zur Gefahrenzone erklärt wurde.

    Der Senat ist offenkundig um Aufklärung der Vorfälle in Hamburg bemüht. Nachdem es im Schanzenviertel zu heftigen Ausschreitungen gekommen war und die Polizei kurzerhand den ganzen Stadtteil sowie St. Pauli und Altona zur Gefahrenzone erklärte, ist nun auch die Davidwache ins Visier der Behörden geraten.

    Bis auf Weiteres dürfen Zivilisten in der Davidwache Personen- und Zimmerdurchsuchungen durchführen, wenn ihnen ein Polizeibeamter nicht ganz geheuer vorkommt. Auch wenn mit der Uniform etwas nicht stimmen könnte, sind Überprüfungen vorgesehen, eine Maßnahme, die von den Bürgern begeistert aufgenommen wurde. Den Artikel weiterlesen »

    37 Kommentare

    Unsere Armut gehört uns!

    geschrieben am 06. Januar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Rubrik: Satire

    Unsere Armut gehört uns

    Dieser Satz stammt selbstverständlich (?) nicht von Horst Seehofer. Er entsprang meiner verstörten Phantasie.

    62 Kommentare

    Seite 29 von 376« Erste...1020...28293031...4050...Letzte »