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  • Vom Unterschied zwischen Antisemitismus und Israel-Kritik

    geschrieben am 05. August 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    640px-Synagoge-Roonstraße-Köln-Menora-seitlich-des-ToraschreinsBild: Wikipedia

    Kommentar

    Im Kern geht es in den letzten Wochen und Monaten in Deutschland unter anderem um die Frage, wo berechtigte Kritik an Israel aufhört und Antisemitismus beginnt. Israel-Kritiker nehmen für sich – oft zu Recht – in Anspruch, nichts gegen Juden zu haben. Das allerdings sagen viele Antisemiten auch, und sofort kommt man auf den guten alten „Ich-hab-ja-nichts-gegen-Juden-kenne-sogar-selber-welche“-Satz, der immer herhalten muss, wenn es darum geht, sich dem Antisemitismus-Vorwurf zu erwehren.
    Selbst man einmal davon absieht, dass auch im Nationalsozialismus der „gute“ Jude aus der Nachbarschaft nicht vor dem Tode sicher war, nur weil es Nazis gab, die gegen ihn persönlich nichts hatten, bei seinem Abtransport aber dennoch mit verschränkten Armen untätig zusahen – selbst man also von dieser Tatsache absieht, taugt die Argumentation dennoch nichts. Weil niemand weiß, wie der oben zitierte Satz weitergeht. Es handelt sich um einen Aber-Satz, was alles mögliche bedeuten kann. Den Artikel weiterlesen »

    296 Kommentare

    Fragen an den Autor mit Jens Berger – als Podcast verfügbar

    geschrieben am 05. August 2014 von Jens Berger

    Die SR-2-Sendung „Fragen an den Autor“ zu Jens Bergers Buch „Wem gehört Deutschland?“ ist nun auch online abrufbar.

    Weitere Links auf die Sendung und die Podcasts zur Sendung finden Sie auf den Seiten des Saarländischen Rundfunks.

    25 Kommentare

    Argentinien und die Aasgeier auf den Finanzmärkten und in den Redaktionsstuben

    geschrieben am 04. August 2014 von Jens Berger

    Nachdem ein New Yorker Gericht dem Staat Argentinien in der letzten Woche untersagte, seine Gläubiger zu bedienen, steht Argentinien vor dem technischen Staatsbankrott. Dies geschah alles vor dem Hintergrund, dass einige Hedgefonds (sog. Vulture-Fonds (auf deutsch: Aasgeier-Fonds)) das große Geschäft mit argentinischen Ramschanleihen aus der Zeit vor 2001 witterten und den südamerikanischen Staat durch skurrile Gerichtsurteile in die Knie zwingen wollen. Eigentlich sollte dies doch ein Paradebeispiel für die Auswüchse eines zerstörerischen Finanzkapitalismus sein und dementsprechend kommentiert werden. Eigentlich. Ein großer Teil der deutschen Medien schlägt sich jedoch „erwartungsgemäß“ auf Seiten der Aasgeier.

    Zunächst einmal kurz zu den Hintergründen. Um was geht es? Argentinien musste 2001 das Scheitern seiner neoliberalen Politik, die maßgeblich vom IWF unterstützt wurde, eingestehen und den Staatsbankrott erklären. Nach langen Verhandlungen konnte man sich 2005 mit 93% der Gläubiger auf einen Schuldenschnitt einigen. Seitdem stehen zwei verschiedene „Altanleihen“ aus – die „neuen“ Anleihen, die den Schuldenschnitt von 70% akzeptiert haben und die „alten“ Anleihen, also die 7%, die den Schuldenschnitt nicht akzeptiert haben. Diese „alten“ Anleihen werden nahezu ausschließlich von Hedgefonds gehalten, die sie nach dem Staatsbankrott für 15-20% des Nennwertes auf den Finanzmärkten gekauft haben. Die neuen Anleihen werden Argentinien seit 2005 pünktlich bedient. Da die alten Anleihen jedoch nach amerikanischem Recht ausgegeben wurden, klagten die Hedgefonds seit 2005 vor US-Gerichten gegen den Staat Argentinien. Sie fordern eine vollständige Rückzahlung der Anleihen, was ihnen Renditen von 1.600% und mehr einbringen würde. Argentinien könnte diese Anleihen zwar bedienen, hat jedoch berechtigte Sorgen, dass dies den langwierig ausgehandelten Schuldenschnitt von 2005 obsolet machen würde. Die neuen Anleihen haben nämlich eine sogenannte „RUFO-Klausel“ (Rights Upon Future Offers), die besagt, dass die neuen Anleihen nicht schlechter gestellt werden dürfen als die alten Anleihen. Würde Argentinien die alten Anleihen zum vollen Nennwert bedienen, müsste es auch die neuen Anleihen zum vollen Nennwert vor dem Schuldenschnitt bedienen – dies würde Argentinien 120 Mrd. US$ kosten. Geld, dass Argentinien nicht hat.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    162 Kommentare

    Wo die wilden Drohnen wohnen: Abstürze ins Irgendwo

    geschrieben am 04. August 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Training to huntBild: wikipedia

    Die Debatte um Drohnen dreht sich vornehmlich um hohe Kosten und moralische Fragen. Auch ethische und völkerrechtliche Aspekte stehen im Raum. Zu Recht. Doch es gibt darüber hinaus technische Probleme. Die Zahl der Drohnenabstürze belegt das eindrucksvoll.

    Die „Washington Post“ berichtete kürzlich über Abstürze von US-Drohnen. Demnach ergaben sich seit 2004 mehr als 400 „ungewollte Landungen“, wobei die meisten davon in Afghanistan passierten. Doch auch eine amerikanische Grundschule entkam dem Einschlag einer Drohne nur knapp. Die gute Nachricht: Menschen kamen bei keinem Absturz ums Leben. Die schlechte: Nicht alles, was als Drohne eingestuft werden kann, wurde in die Rechnung mit einbezogen. Zudem wird durch die zunehmende Zahl von Drohnen die Gefahr von Unfällen größer. Und dann gibt es ja noch die geplanten Opfer von Drohnen, also Menschen, die nicht Unfällen, sondern Einsätzen zum Opfer fallen. Den Artikel weiterlesen »

    20 Kommentare

    Tolle Trolle oder: Wie soll man mit Nervensägen umgehen?

    geschrieben am 30. Juli 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    whistle_01

    Das kennt wohl jeder Blogbetreiber. Und jeder Kommentator: Früher oder später tauchen Sie auf, die Trolle, Störenfriede, Kaputtschreiber und Provokateure. Doch wie soll man am besten mit ihnen umgehen?

    Gerade in jüngster Zeit erregen sich unter unseren Artikeln immer wieder Kommentatoren, dass Trolle die Diskussionen stören oder – was noch schlimmer ist – dass der Eindruck entsteht, dass diese hetzerische Beiträge verfassen, die teilweise über das schlichte Provozieren hinausgehen.
    Gefordert wird Moderation unsererseits, das Löschen von besonders schlimmen Kommentaren oder das Einrichten einer „Troll-Ecke“, wo sich die Betreffenden dann „austoben“ können. Den Artikel weiterlesen »

    217 Kommentare

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