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  • Gema-Abgabe auf den Wasserverbrauch geplant

    geschrieben am 25. Februar 2014 von Gastautor

    Eine Gastglosse von Christoph Jehle

    Die Gema (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) , bzw. ZPÜ (Zentralstelle für private Überspielungsrechte) eine Gesellschaft des bürgerlichen Rechts mit den Gesellschaftern GEMA, GÜFA, GVL, GWFF, TWF, VGF, VFF und VG Bild-Kunst und VG Wort haben dieser Tage die Forderung nach einer Urheberrechtsabgabe (eher wohl Copyright-Abgabe) auf Smartphones gestellt, um die Rechteinhaber für “private Kopien” von Inhalten auf Handys zu entschädigen. Üblicherweise erfolgt die Speicherung von Musik, Bildern oder Videos auf Speicherkarten, für schon eine Abgabe bezahlt wird. Man wünscht eine Urheberrechtsabgabe von 36 Euro pro Mobiltelefon mit Touchscreen und einer Speicherkapazität von mindestens 8 GB, 16 Euro für Mobiltelefone mit Touchscreen und einer Speicherkapazität von weniger als 8 GB und 12 Euro für Mobiltelefone ohne berührungsempfindlichen Bildschirm. Dabei erschließt sich die Bedeutung des Touchscreens für die Speicherung der Daten nicht wirklich. Dass man jetzt den Vorständen der wichtigsten „Hersteller“ mit einer Klage droht, scheint der Beitrag der ZPÜ zum Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zu sein. Ob die Abgabe auch entrichtet werden muss, wenn die Rechnung für das Smartphone außerhalb der deutschen Grenzen erstellt wird, dürfte wie bei den Festplatten wieder eine Aufgabe für die Gerichte sein. Es würde kaum verwundern, wenn in Zukunft auch eine Gema-Abgabe auf den Stromverbrauch fällig würde.

    Da die Verwertungsgesellschaften offensichtlich davon ausgehen, dass sich die Menschheit praktisch ohne Unterlass mit rechtlich geschütztem Material beschäftigt, sucht man ständig nach Kriterien, wie sich diese Nutzung in bare Münze umwandeln lässt. So ist inzwischen offensichtlich auch eine Gema-Gebühr auf den Trinkwasserverbrauch in der Diskussion. Trinkwasser? Nun ist es in Deutschland ja unzweifelhaft ein weitverbreiterter Brauch, unter der Dusche oder auf dem eigentlich „stillen Örtchen“ zu singen oder zu pfeifen.

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    25 Kommentare

    Was hat eigentlich Matthias Matussek eingeworfen?

    geschrieben am 24. Februar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Foto: Wikipedia

    Jetzt ist dieser Matthias Matussek mit seinem lachhaften Ritt durch Homophobistan so lange spurlos an mir vorbeigezogen, ich war richtig stolz darauf. Und dann das! Schreibt der Kerl doch einen Brief an Stefan Niggemeier, der so grauenvoll schlecht war, dass ich mich doch kurz mal äußern muss.
    Ist das nötig? Nein, wohl nicht unbedingt.
    Gibt es nichts Wichtigeres? Doch, ganz sicher.
    Aber niemand ist gezwungen, meinen Kommentar zu lesen. Also, locker bleiben!

    Kommentar

    Das war gar nicht lustig. Die GEW hat mit einem Fragebogen für Siebtklässler versucht, Vorurteile und Stereotypen aufzuzeigen. Es ging darum, Suggestivfragen zur Heterosexualität zu stellen und das so sehr auf die Spitze zu treiben, dass die Schüler am Sinn der Fragen zu zweifeln beginnen und sie kritisch hinterfragen. Ziemlich innovativ, könnte man sagen. Ex-SPIEGEL-Kulturchef Matthias Matussek fand das aber überhaupt nicht und schrieb einen erzürnten Artikel darüber, wie schwierig es heutzutage in Deutschland ist, nicht schwul oder lesbisch zu sein. Den Fragebogen empfand er als fiesen Versuch, Kinder umzuerziehen und aus ihnen korrekte Homosexuelle zu machen. Die tatsächliche Methodik dahinter sah er offenbar nicht. Den Artikel weiterlesen »

    101 Kommentare

    Kiew: Thomas im Wunderland

    geschrieben am 20. Februar 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Kommentar

    Man muss schon ziemlich tief graben, um etwas über die Vorgänge in Kiew zu lesen, das nicht europäisch-neoliberal eingetrübt ist. Man muss graben, aber man kann sie finden, die Berichte, die sich mit den Hintergründen der Krawalle beschäftigen und die Motivation von Regierung und deren Gegnern nüchtern analysieren. Schaltet man allerdings die Tagesschau ein, die heute-Sendung, die Tagesthemen oder das heute-journal, wird man eines ganz sicher nicht finden: Informationen. Den Artikel weiterlesen »

    972 Kommentare

    Open Thread: Gewalt in der Ukraine

    geschrieben am 19. Februar 2014 von Jens Berger


    Video: Quelle – Ukrainisches Innenministerium

    Selbstverständlich sind diese Bilder (siehe Quelle) selektiv ausgewählt und sparen die sicherlich vorhandenen Gewaltakte der Polizei aus. Dennoch sprechen diese Bilder eine klare Sprache. Die These von den weitestgehend friedlichen Protesten ist jedenfalls nicht mehr haltbar.

    Eine Frage habe ich an meine Leser: Weiß einer von Euch, welches Symbol auf dem Helm des Scharfschützen (ab 0:30 und im Introbild in Großaufnahme) abgebildet ist? Und gibt es eine Erklärung dafür, dass das Gesicht dieses Mannes durch die Macher des Videos unkenntlich gemacht wurde?

    396 Kommentare

    „Pussy Riot“ rettet die Spiele

    geschrieben am 18. Februar 2014 von Jens Berger

    Nachdem die mit Mikrophonen bewaffneten kalten Krieger des deutschen Medienkorps bereits bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Sotschi einen gehörigen Teil ihres Pulvers verschossen hatten, drohte es schon langweilig im Kaukasus zu werden. Wenn die Organisation funktioniert und es im Umfeld keine außergewöhnlichen Vorfälle gibt, so ist dies zwar schön für die Athleten und die Zuschauer, aber fürchterlich langweilig für die Medien. Da wirkte der heutige Auftritt und die vorprogrammierte Inhaftierung zweier Aktivistinnen, die in den deutschen Medien als „Pussy Riot“ bezeichnet werden, wie ein medialer Befreiungsschlag. Die ebenfalls bereits vorprogrammierten Schlagzeilen ließen nicht lange auf sich warten. Das ist eigentlich erstaunlich. Ginge es nicht um Russland, sondern um ein westliches Land, wären die „Menschrechtsaktivisten“ wohl „Chaoten“ und würden auch wohl kaum von der BILD-Zeitung hofiert.

    Wenn sich Rudi Cerne während der Olympia-Direktübertragung nachdenklich ans Ohr fasst, um den Worten, die sein Produzent ihm gerade eben aus dem Off in den Kopfhörer flüstert, zu lauschen, wissen eingefleischte Zuschauer: Es ist etwas wichtiges passiert! Ist Angela Merkel nun etwa auch über die Edathy-Affäre gestolpert und zurückgetreten? Oder wurde Sigmar Gabriel dabei erwischt, wie er sich konspirativ über das Internet rosarote Schmalzkringel bestellt hat? Nichts von alledem. Rudi Cerne verkündete dem schockierten Publikum vielmehr, dass „Mitglieder der russischen Punkband Pussy Riot“ in Sotschi von der Polizei verhaftet wurden. Mehrfach wurde in den nächsten vier Stunden die Live-Übertragung unterbrochen, um über diesen Vorfall zu berichten. Dann waren die „Aktivistinnen“ wieder frei und inszenierten sich bestens gelaunt mit bunten Sturmhauben bekleidet vor der versammelten Weltpresse. In den meisten Online-Ablegern der großen Zeitungen war die Festnahme das Topthema des Tages. Was haben die deutschen Medien eigentlich an diesen „Aktivistinnen“ gefressen, dass sie ihnen eine derartige Bedeutung beimessen?

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