Direkt zum Inhalt

  • Suchen

  • RSS Feeds

  • Letzte Kommentare

  • Lasst Beatrix von Lurch endlich rechts liegen!

    geschrieben am 19. August 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    18960570310_f2141f6a22_m#wolfswort

    Wir müssen reden. Darüber, worüber man besser nicht redet. In diesem Fall geht es um die AfD-Schnattertrulla Beatrix von Lurch … oder wie die auch heißen mag. Den Artikel weiterlesen »

    20 Kommentare

    Ist das der Beginn vom Ende der Deutungshoheit?

    geschrieben am 18. August 2016 von Jens Berger

    In Großbritannien hat sich die geballte Front der Massenmedien zusammen mit den Parteieliten gegen den Labour-Vorsitzenden Jeremy Corbyn verschworen. Corbyn nahm den Kampf auf – über die Sozialen Netzwerke und Onlinemedien haben seine Anhänger eine wirkungsvolle Gegenöffentlichkeit geschaffen. Bei den kommenden Wahlen zum Parteivorsitz geht Corbyn als großer Favorit ins Rennen. In den USA hat Bernie Sanders gezeigt, wie man ohne das große Geld, dafür aber mit der Unterstützung der Sozialen Netzwerke, gegen eine Einheitsfront der Massenmedien mehr als einen Achtungserfolg erzielen kann. Gleiches gilt für Donald Trump, der neben den Massenmedien auch noch das versammelte Parteiestablishment gegen sich hat. Hat die Macht der Meinungsmacher ihren Zenit überschritten? Sind die Beispiele Corbyn und Sanders auch auf Deutschland übertragbar?

    Corbynistas gegen den Mainstream

    Wissenschaftler der angesehenen London School of Economcis haben vor wenigen Wochen eine Studie veröffentlicht, in der sie analysiert haben, wie die großen Zeitungen des Landes über Jeremy Corbyn berichten. Das Ergebnis ist eindeutig und wenig überraschend: Klassisch konservative bis reaktionäre Blätter wie die Sun oder der Daily Telegraph berichten fast nie neutral oder gar positiv über Corbyn, sondern nehmen meist eine klar ablehnende Position ein. Und selbst bei „liberalen“ Blättern wie die dem Daily Mirror oder dem Guardian überwiegt die Kritik. Passenderweise trägt die LSE-Studie dann auch den Titel: „Vom Wachhund zum Kampfhund“.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    37 Kommentare

    Der völlig total egale Stinkefinger des Sigmar S.

    geschrieben am 17. August 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    2-format6001#wolfswort
    Neues Format, neues Glück!

    Ich werde künftig immer mal wieder Kommentare nicht in schriftlicher, sondern als Audioversion publizieren.

    Es läuft auf zwei bis drei Minuten hinaus, und den Anfang heute macht Sigmar Gabriel. Mit seinem Stinkefinger. Der – wie Spiegel online meint – die „Republik spaltet“. Den Artikel weiterlesen »

    46 Kommentare

    Gestatten, Julian Reichelt, BILD-Chef(Troll) vom Dienst!

    geschrieben am 17. August 2016 von Jens Berger

    Es gibt Onlinemedien, die haben ein massives Problem mit Trollen* im Kommentarbereich. Das ist schlimm. So richtig tragisch ist es jedoch, wenn ein großes Onlinemedium ein massives Troll-Problem im redaktionellen Teil hat. Dieses unschöne Schicksal wurde bild.de, dem digitalen Ableger des Fachblattes für Angst, Hass, Titten und den Wetterbericht zuteil. Chef und Chef-Troll in Personalunion ist dort ein gewisser Julian Reichelt, der dem größeren Publikum vor allem durch seine Trollereien in TV-Talkshows bekannt sein dürfte. Heute hat sich Reichelt auf bild.de einmal Steinmeiers Rede im Ural vorgenommen (Vorsicht, Link führt auf bild.de). Herausgekommen ist ein Meisterwerk moderner Trollerei, das wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Von Jens Berger

    Warum hält ein deutscher Außerminister eine Rede in Jekaterinburg? Und warum ist die Rede des obersten deutschen Diplomaten … nun ja … im Ton eher „diplomatisch“? Für Bild-Troll Reichelt ist die Antwort klar: Steinmeiner „öffne seine SPD für eine mögliche Koalition mit den Putin-Verstehern und Moskau-Verehrern der Linken“. Wer den bösen Russen nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit beleidigt und demütigt kann ja auch nur ein verkappter Irgendwas-Versteher sein, der unser schönes Land dem Russen bzw. seiner fünften Kolone ausliefern will. Das ist zwar blanker Unsinn, aber genau das ist ja der Kern eines Troll-Kommentars: Das Publikum mit blankem, meist provokativem Unsinn zur Weißglut zu bringen. Beruhigen wir uns also wieder und lesen weiter.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    54 Kommentare

    Die SPD plant Anpassungen sozialer Wohltaten!

    geschrieben am 16. August 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    sPD

    33 Kommentare

    Blairisten gegen Corbynistas – der Kampf um die britische Labour-Partei spitzt sich zu

    geschrieben am 16. August 2016 von Jens Berger

    Eineinhalb Monate nach dem Putschversuch des rechten Parteiflügels steuert die britische Labour-Partei nun auf die große Entscheidungsschlacht zu. Am 21. September schließen die Wahlurnen zur anberaumten Neuwahl des Parteivorsitzenden. Trotz massiver – und meist überhaupt nicht demokratischer – Einflussnahme des rechten Parteiflügels, der „Blairisten“, haben Jeremy Corbyn und seine Anhänger, die „Corbynistas“, momentan sehr gute Karten den Machtkampf für sich entscheiden zu können. Labour war die erste sozialdemokratische Partei Europas, die sich von ihren sozialdemokratischen Wurzeln losgesagt hat und könnte nun auch die erste Partei sein, die diesen Kurs komplett revidiert. Von Jens Berger.

    Zur Vorgeschichte siehe: Jeremy Corbyn schlägt zurück

    Stellen Sie sich doch einmal vor, ein SPD-Vorsitzender würde quasi im Alleingang die neoliberale Wende der Schröder-Ära rückgängig machen und der SPD wieder ein sozialdemokratisches Gesicht geben. Stellen Sie sich dann noch vor, dass nahezu die komplette Parteispitze diesen Vorsitzenden offen zum Rücktritt auffordert, 80% der SPD-Bundestagsabgeordneten ihm ihr Misstrauen aussprechen und die versammelten Massenmedien sich zum Abschuss dieses Vorsitzenden zusammengetan haben: Glauben Sie, dass ein deutscher Politiker gegen diese massive Einheitsfront des Neoliberalismus bestehen könnte? Wohl kaum. Jeremy Corbyn vollbringt momentan genau diesen Kraftakt.

    Corbyn ist jedoch nicht alleine. Seit seinem Sieg bei den Wahlen im letzten Jahr hat Corbyn vor allem jungen, links orientierten Briten nicht nur eine neue Hoffnung gegeben, sondern sie sogar dazu animieren können, sich aktiv politisch zu engagieren. Die Zahl der Parteimitglieder hat sich seitdem von rund 200.000 auf heute rund 500.000 mehr als verdoppelt. Auch außerhalb der Partei hat Corbyn treue Verbündete – wie die großen Gewerkschaften oder das Momentum-Movement). Ohne diese Trümpfe in der Hand hätte auch ein Jeremy Corbyn keine Chancen gegen das Establishment.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    14 Kommentare

    Edelfedern aus Stahl – Deutschlands Journalistenbrigade ist stramm auf Konfrontation gebürstet

    geschrieben am 12. August 2016 von Jens Berger

    Was genau in den letzten Tagen auf der Krim geschehen ist , werden wir aller Voraussicht nach wohl nie erfahren. Russland beschuldigt die Ukraine, die Ukraine kontert, Aussage steht gegen Aussage. Doch anstatt die Ruhe zu bewahren und zumindest zu versuchen, Fakten möglichst objektiv zu ordnen und Spekulationen seriös zu bewerten, stricken die klassischen Medien lieber Verschwörungstheorien und blenden alles aus, was nicht ihrem Weltbild entspricht. „Der Russe lügt sowieso“, so das Mantra. Das ist mehr als ein Ärgernis. Vor allem dann, wenn die Edelfedern ihr Stahlgewitter herbeisehnen und wie Richard Herzinger in der WELT für militärische Aggressionen trommeln. Vielleicht sollten Historiker einmal genau untersuchen, welche Rolle Journalisten bei der Entfesselung von Kriegen spielen?

    Was ist passiert? Die russische Version

    Wie fast immer, wenn es um Konflikte in der ukrainisch-russischen Grenzregion geht, gibt es nichts, das einigermaßen objektiv abgesichert, verifizier- oder falsifizierbar ist. Nach offizieller russischer Sprachregelung hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB in der Nacht vom 6. auf den 7. August einen Hinweis auf eine mögliche Infiltration von Saboteuren von See aus im Grenzgebiet der Krim erhalten. Am Einsatzort stieß man dann auf eine Gruppe Bewaffneter, die nach einem Gefecht flüchteten. Bei diesem Gefecht kamen ein FSB-Mitarbeiter und zwei Angreifer ums Leben. Daraufhin schloss man die Grenzübergänge auf der Krim und löste – unterstützt durch die Armee – eine Großfahndung aus. In der Nacht zum 8. August wehrten russische Militäreinheiten einen weiteren Infiltrationsversuch ab, wobei ein russischer Fallschirmjäger ums Leben kam. Unter den Gefangenen befand sich – russischen Quellen zufolge – auch der ukrainische Militärgeheimdienstmitarbeiter Ewgenij Panow, der daraufhin verhört wurde. Im Rahmen der Ermittlungen gegen Panow und die weiteren Saboteure wurden russischen Angaben zufolge rund 20kg Sprengstoff festgesetzt. Den Aussagen der Gefangenen zufolge, sollten mit dem Sprengstoff Anschläge auf Infrastruktur- und Tourismus-Einrichtungen auf der Krim ausgeübt werden.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    177 Kommentare

    JackPod-Themen und Gäste: Wünscht Euch was!

    geschrieben am 11. August 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    fragezeichenKürzlich wurde der erste Podcast mit dem wohlklingenden Namen „JackPod“ fertig. Das Thema „Bedingungsloses Grundeinkommen“ hatte es in sich und zog lebhafte Diskussionen nach sich. Inzwischen hat sich alles wieder etwas beruhigt, die Gemüter sind nicht mehr so erhitzt wie noch vor kurzem.

    Es wird also Zeit für einen neuen Podcast!
    Doch worüber sollen wir sprechen, wen einladen?

    Die folgenden 12 Minuten sind für alle interessierten Hörer gedacht, aber auch für die, die gerne Kommentare abfeuern, ohne vorher die „Starttaste“ gedrückt zu haben. Die lieben wir eben besonders, die „klugen Köpfe“, die etwas nicht hören müssen, um sich ein Urteil zu bilden. Den Artikel weiterlesen »

    107 Kommentare

    Trump und die Wirtschaftspolitik – Geschenke für die Reichen, Luftschlösser für den Rest

    geschrieben am 09. August 2016 von Jens Berger

    „Pie-in-the-sky nonsense“, also frei übersetzt „unrealistische Flausen“ – so bezeichnete der Wirtschaftswissenschaftler William Gale das steuerpolitische Konzept Donald Trumps. Und das zu Recht: Seit Reagan hat es kein derart unseriös neoliberales Konzept mehr in der US-Politik geben. Trump inszeniert sich zwar gerne als Kandidat der hart arbeitenden amerikanischen Arbeiter und bezeichnet seine Konkurrentin Clinton als Kandidaten der Wall Street und des großen Geldes; wenn man sich die wirtschafts- und steuerpolitischen Konzepte der beiden Kandidaten anschaut, kommt man jedoch zum umgekehrten Ergebnis. Sollten die Amerikaner Trump wählen, werden sie zumindest finanziell noch ihr blaues Wunder erleben. Von Jens Berger.

    Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Ursprünglich ging Donald Trump mit einem „Bierdeckel-Steuermodell“ in den Wahlkampf, das für die Einkommensteuer nur noch drei Steuerstufen bei 10%, 20% und 25% vorsah, für sämtliche Einkommensarten gelten soll. Der wohl größte „Schönheitsfehler“ dieser Bierdeckel-Rechnung ist jedoch, dass sie je nach Berechnungsart und Quelle den Staat auf zehn Jahre gerechnet zwischen 9,5 und 12 Billionen Dollar kosten und damit bei konstanten Ausgaben die Staatsverschuldung mal eben verdoppeln würde. Das ist nicht nur „pie-in-the-sky nonsense“, sondern auch den finanzpolitischen Ultras aus den Reihen der Republikaner, die unter Obama aus jedem Nachtragshaushalt eine Hängepartie machten, nicht zu vermitteln. Also verwässerte Trump sein Konzept – anstatt der versprochenen 25% soll die oberste Bierdeckelsteuerstufe nun 33% betragen … am Umstand, dass dies die Steuereinnahmen radikal einbrechen lassen würde, ändert dies jedoch nichts. A pie in the sky.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    129 Kommentare

    Der Unterschied zwischen Ironie und Zynismus

    geschrieben am 08. August 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    13901493_1136153329760874_8009655600287856476_n

    41 Kommentare

    Die Deutsche Bank ist die gefährlichste Bank der Welt – warum wird dies von der Politik ignoriert?

    geschrieben am 03. August 2016 von Jens Berger

    Beim aktuellen Stresstest der EZB hat die Deutsche Bank wieder einmal als eines der schlechtesten Finanzinstitute der Eurozone abgeschnitten. Erst vor wenigen Wochen bezeichnete der Weltwährungsfonds IWF die Deutsche Bank hoch offiziell als die „riskanteste Bank der Welt“. An der Börse hat die Aktie der Deutschen Bank seit Jahresbeginn bereits mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Aus der Finanzkrise wurde in Deutschland offenbar nichts gelernt. Eigentlich war man sich ja einig, dass die Banken Risiken abbauen sollen und es kein „too big to fail“ mehr geben soll. Die Deutsche Bank hat ihre Risiken seitdem jedoch nicht ab-, sondern aufgebaut und wird heute von Finanzexperten bereits mit den Lehman Brothers verglichen. Die Untätigkeit der deutschen Politik könnte (nicht nur) für uns noch sehr, sehr teuer werden. Doch dann niemand sagen: Das konnte ja keiner ahnen.

    Permanent am Rande des technischen Knockouts

    Das Problem mit der Deutschen Bank ist akut, aber nicht neu. Bereits im Jahre 2011 verfasste der ehemalige IWF-Chefökonom Simon Johnson eine Brandrede, in der er die Deutsche Bank wegen ihres damaligen Hebels von 1:44 als gefährlichste Bank der Welt einstufte. Ein Hebel von 1:44 bedeutet, dass die Deutsche Bank für jeden Euro Eigenkapital 44 Euro Fremdkapital in ihren Büchern stehen hat. Verluste werden aber immer mit dem Eigenkapitalanteil verrechnet. Die Deutsche Bank hätte 2011 also technisch in Konkurs gehen müssen, wenn sie die von ihr gehaltenen Papiere und vergebenen Kredite nur um durchschnittlich 2,27% hätte abschreiben müssen. Bei einer höheren Abschreibung wäre ihr Verlust nämlich größer als ihr gesamtes Eigenkapital – dann hätte sie ein „negatives Eigenkapital“, die Schulden wären also größer als das Vermögen. Über dieses international wohl einmalige Risiko warnten seitdem immer wieder Analysten und Finanzjournalisten aus dem angloamerikanischen Raum. Ich selbst spendierte dem Thema Hebelung des Risikos bei der Deutschen Bank in meinem im Frühjahr 2012 erschienen Buch „Stresstest Deutschland“ sogar ein ganzes Kapitel. Wurden die Warnungen ernst genommen? Wurde die Deutsche Bank durch die Regulierungsbehörden gezwungen, ihr Risiko abzubauen? Nein, das Gegenteil ist passiert.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    134 Kommentare

    Wir haben es nicht geschafft

    geschrieben am 01. August 2016 von Gastautor

    Karl_Glatt_Flüchtlingevon Roberto De Lapuente

    Die ganze Naivität der Wir-schaffen-das-Parole kriegen wir im Grunde dieser Tage um die Ohren gehauen. Würzburg, Ansbach. (München ist anders gelagert.) Es reichte eben nicht, wie Bob, der Baumeister die Bewältigung möglichst laut in die Runde zu kommunizieren. »Wir schaffen das!« ist kein Plan, es ist Motivationstraining, nicht Politik, sondern billiger Psychotrick. Man muss schon vorbereitet sein, wissen was man wie und wo tut. Und es reichte eben außerdem nicht aus, die alten T-Shirts und Pantoffeln für die Flüchtlinge aus dem Schrank zu kramen und zivilgesellschaftlich eine Willkommensdelegation an Bahnhöfen abzustellen. Das war naiv und für Naivität bezahlt man einen Preis auf dieser Welt. Das muss man so offen artikulieren können, nicht jede Kritik an dieser Kriegen-wir-schon-hin-Mentalität, der die Bundeskanzlerin eine kurze Phase ihrer dritten Amtszeit widmete, ist ein rechter Einwand. Es ist eher ein verantwortungsvoller Ansatz. Den Artikel weiterlesen »

    136 Kommentare

    Chaos-Podcast: Desaster um das „Bedingungslose Grundeinkommen“ #BGE

    geschrieben am 27. Juli 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    BGE-TitelbildAls die Idee einer Diskussionsrunde zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) entstand, war klar, dass es eine solche Runde wohl in sich haben wird. Dennoch bot sich bei der Aufzeichnung des Podcasts eine Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet hätte.

    Insgesamt fünf Gäste hatte ich eingeladen, um über das Pro und Contra des BGE zu diskutieren. Es ging mir – und auch den kritischen Teilnehmern des Podcasts – keineswegs darum, die Befürworter bloßzustellen. Vielmehr war es die Neugierde, die mich antrieb. Ich hatte einige Wochen recherchiert und jede Menge Artikel und Videos zum BGE gefunden. Dabei stellte sich heraus, dass es – wenn man etwas tiefer gräbt – eine Vielzahl unterschiedlicher Modelle gibt, die sich teils kaum, teils erheblich voneinander unterscheiden. Die beiden Ansätze der Finanzierung des BGE über die Einkommenssteuer oder die Mehrwertsteuer (Konsumsteuer) bilden gewissermaßen nur die Spitze dessen, was sich Befürworter des BGE haben einfallen lassen.

    Recht schnell stellte sich heraus, dass die Unterscheidung der BGE-Modelle bei zumindest zwei der drei eingeladenen Befürworter nicht gut ankam. Das wunderte mich etwas, denn ich dachte, dass die Differenzierung der Ansätze im Sinne aller Gesprächsteilnehmer sei. Dem war nicht so, das merkte ich schnell. Der erste Crash der Diskussionsrunde stand also schon nach ein paar Minuten im Raum. Den Artikel weiterlesen »

    323 Kommentare

    Sahra Wagenknecht und der „Aufstand“ der Linkspartei – worüber regt Ihr Euch überhaupt auf?

    geschrieben am 27. Juli 2016 von Jens Berger

    Sahra Wagenknecht veröffentlicht eine Pressemitteilung in der sie anlässlich des Anschlags in Ansbach Kritik an der Integrations- und Flüchtlingspolitik der Bundesregierung übt und die politische Linke schäumt. Man kennt das Spiel ja schon zu genüge. Die üblichen Verdächtigen, wie z.B. Stefan Liebich, Halina Wawzyniak und Jan van Aken, hauen via Twitter ihre nicht immer durchdachten Gedanken in 140 Zeichen in die Welt und Zeitungen wie das Neue Deutschland, die Frankfurter Rundschau, die taz oder der Tagesspiegel greifen die Kakophonie auf um ihrerseits scharf auf Sahra Wagenknecht zu schießen. Wer solche Parteifreunde hat, braucht in der Tat keine Feinde mehr. Auch diesmal fällt die entscheidende Frage jedoch im Verbalclinch unter den Tisch: Was hat Sahra Wagenknecht eigentlich konkret Falsches gesagt, um die Heckenschützen in ihren eigenen Reihen auf sich zu ziehen?

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    131 Kommentare

    Reaktionen auf München … alles verbieten, nur den Krieg nicht!

    geschrieben am 26. Juli 2016 von Jens Berger

    Eine Welle von Amok und Terror verunsichert Deutschland. Dies ist natürlich eine Steilvorlage für Politiker, die sich gerne als „Beschützer“ des Volkes inszenieren. Kaum kamen erste Meldungen über die Ermittlungen im Umfeld des Münchner Amoklaufs über die Ticker, kläfften auch schon die Pawlowschen Hunde: Verschärfung des Waffenrechts, Verbot von Killerspielen, neue und härtere Gesetze! Dummerweise halten sich Terroristen in der Regel ja gerade eben nicht an Gesetzte und auch potentielle Amokläufer lassen sich durch derlei Symbolpolitik kaum beeindrucken. Und wenn gar nichts mehr hilft, fordert man halt den Klassiker: Bundeswehreinsätze im Inland! Geradeso als könnten Soldaten mit Panzern und Kampfjets verhindern, dass ein geisteskranker junger Mann in einem McDonalds um sich schießt. Auf die naheliegenden Antworten kommt seltsamerweise jedoch keiner dieser Politiker. Warum eigentlich?

    Überwachung des Internet!

    Sigmar Gabriel wusste die Gunst der Stunde zu nutzen. Kaum war bekannt, dass der Täter von München eine reaktivierte Theaterwaffe benutzt hatte, fragte sich der SPD-Vorsitzende, wie denn ein labiler 18-Jähriger um Gottes Willen an eine Schusswaffe gelangen kann! Ganz einfach, Herr Gabriel: Er hat sie gekauft; illegal, im sogenannten „Darknet“. Das „Darknet“ ist – ohne sich jetzt in technischem Kleinklein zu verlieren – das düstere Bahnhofsviertel des Internets. Abseits von Google, WWW und Co. kann dort konspirativ und nahezu unkontrollierbar so ziemlich alles gehandelt werden, was der Mensch legal nicht handeln darf – von Drogen über Kinderpornos bis hin zu Waffen. Dies ist nicht neu und im Zuge des Betrugsskandals rund um die Darknet-Handelsplattform Silk Road hatten sich sogar die selbsternannten Qualitätsmedien schon einmal mit dem Phänomen beschäftigt.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    92 Kommentare

    Stimmt das nicht oder ist das falsch? – Von Headlinelesern und Headlinemachern

    geschrieben am 19. Juli 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    newspapers-444450_960_720Einwurf

    Größer, schneller, breiter! So sind die Überschriften heute. Hat da jemand „Allahu akbar“ gerufen? Oder klang es nur so? Irgendwie ausländisch, oder? Egal, wird schon was dran sein. Also raus mit der Headline, irgendwas mit dem Islam kommt immer gut. Prüfen können das das später. Wenn es sich ergibt. Oder wir hauen ein Dementi raus und entschuldigen uns brav. Erstmal schreiben, schnell, schnell, schnell!

    Die Medien sind in einem ständigen Wettlauf. Die nächste Meldung muss noch vor der kommenden Aktualisierung auf Facebook oder Twitter stehen. Mit einer schönen, emotionalen, polarisierenden und auffälligen Überschrift. Der Rest ist dann gar nicht mehr so wichtig, liest eh kaum jemand.

    Eine Studie an der Columbia University und des Microsoft Research Inria Joint Centre hat herausgefunden, dass 59 Prozent der Links zu Nachrichten von etablierten Medien (u. a. CNN, Huffington Post, New York Times) nicht geklickt werden: Dass also nur die Überschrift wahrgenommen wird.
    So steht es in der „taz“. Und hierzulande dürfte es auch nicht anders sein. So geht Stimmungsmache am besten: „Ich hab den Artikel zwar nicht gelesen, finde aber echt übel, was drin steht.“ Oder auch: „Was der Autor da schreibt, ist absoluter Unsinn! Vielleicht lese ich das demnächst mal.
    Wir haben keine Zeit.
    Die Medien nicht.
    Die Leser nicht. Den Artikel weiterlesen »

    93 Kommentare

    Putschversuch in der Türkei als Nabelschau – vergesst die Demokratie

    geschrieben am 18. Juli 2016 von Jens Berger

    Es gibt Tage, da erschaudert man, wenn die ungefilterten politischen Statements unserer Mitbürger auf einen einprallen. Das vergangene Wochenende gehörte dazu. Kaum meldeten die ersten Ticker, dass in der Türkei ein Militärputsch stattfindet, fieberte in den sozialen Netzwerken die gefühlte Mehrheit der Nutzer für die Putschisten – Erdoğan, das wissen „wir“ ja spätestens seit Extra3 und Jan Böhmermanns Schmähgedicht, ist ein korrupter Unsympath, ein Islamist, der gerne prowestliche Demonstranten zusammenknüppelt und Kurden bombardieren lässt. Das ist alles korrekt. Aber rechtfertigt dies einen Militärputsch? Kann man die Demokratie retten, indem man sie abschafft? Oder geht es „uns“ eigentlich gar nicht um Demokratie? Will man den Putschversuch in der Türkei als Lackmustest für „unser“ Demokratieverständnis heranziehen, sind „wir“ wohl durchgefallen. Das ist aber auch kein großes Wunder, da unsere Politik uns mit denkbar schlechtem Beispiel vorangeht.

    Es gibt wohl am heutigen Tage nichts Undankbareres, als ausgerechnet Recep Erdoğan vor – im Kern natürlich berechtigten – Anfeindungen in Schutz zu nehmen. Erdoğan ist natürlich keine Lichtgestalt der Demokratie und der Menschenrechte und es gibt unzählige Gründe, ihn scharf zu kritisieren. Erdoğan hat jedoch auch vor zwei Jahren die Präsidentschaftswahlen in der Türkei bereits im ersten Wahlgang mit klarer Mehrheit gewonnen und seine Partei, die AKP, kam im letzten November bei den Parlamentswahlen auf fast 50% der Stimmen. Da kann man nun den Kopf schütteln und an der Weisheit der Wähler zweifeln; als Demokrat hat man dieses Ergebnis jedoch auch zu akzeptieren und zu respektieren. Demokratie heißt nun einmal „ein Bürger, eine Stimme“ und überspitzt ausgedrückt ist die Stimme eines bärtigen Hirten aus Anatolien in einer Demokratie nun einmal genau so viel wert wie die Stimme eines westlich orientierten Studenten in Istanbul. Der deutsche kritisch Intellektuelle, der sicherlich nicht einmal weiß, für was die Abkürzung AKP steht, maßt sich also an, besser zu wissen, was für „den Türken“ gut ist, als die türkischen Wähler. Welch Ignoranz, welch Borniertheit!

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    259 Kommentare

    Türkei: Alles sauber, oder was?

    geschrieben am 17. Juli 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    13692620_1120517777991096_5317031089102227071_n

    43 Kommentare

    Love and Peace and Heuchelei

    geschrieben am 15. Juli 2016 von SF Team

    TITELBILD Applaus für Flüchtlinge am Bahnhof, »Ich bin für Flüchtlinge!« als Statement in den sozialen Netzwerken und fast alle wollen einen Nationalspieler als den netten Jungen von nebenan.

    Woher kommt diese Kuschel- oder Harmoniesucht? Und ist dieses Phänomen eine angemessene Reaktion auf die Engstirnigkeit von Gauleitern und montäglichen Spaziergängern? Verschleiert man damit nicht mehr als man aufdeckt? Unter Umständen ist es ja auch nur die andere Seite der Medaille, das nette Gesicht eines rassistischen Grundtenors. Und zugleich ist es ganz sicher Ausdruck individualistischer Imagekampagnen, die mit »Je suis [hier können Sie eintragen, was sie für den Augenblick zu einen guten und vorbildlichen Menschen macht]« ethische Tünche auftragen. Den Artikel weiterlesen »

    120 Kommentare

    Handeln und schuldig werden

    geschrieben am 14. Juli 2016 von Gastautor

    13650629_1119092738148394_783240467_nvon Roberto J. De Lapuente

    Ständig wieder, wenn ich mit bestimmten Leuten auf Willy Brandt zu sprechen komme, kräuseln sie deren Nasenflügel und sie werfen mir vor, ich wäre ein Romantiker. Hat der Mann in seiner Amtszeit nicht den Radikalenerlass angesegnet? Berufsverbote unter einen Sozi, fast so, wie bei den Nazis. Das ist ein alter Vorwurf von ganz ganz links. Es sind in der Regel dieselben Kollegen, die sich aber schrecklich darüber ärgern, dass einer wie der Höcke »unsere Kinder« unterrichten durfte. Als man ihm dieses Privileg entzog, jubelierten sie. Radikale haben in Schulen nichts verloren. Und diese Einschätzung ist richtig. Wer Schießbefehle verlangt und Flüchtlinge entmenschlicht, der sollte genausowenig einen solchen Dienst an der Allgemeinheit tun, wie Leute, die einst jubelten, als da Überlegungen reiften, wonach »der Typ in der Uniform […] ein Schwein« sei, auf den »natürlich […] geschossen werden« könne. Den Artikel weiterlesen »

    205 Kommentare
    Seite 4 von 65« Erste...3456...1020...Letzte »