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  • Was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird „verteidigt“

    geschrieben am 24. März 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Kommentar

    Kriegsministerin Ursula von der Leyen schafft Fakten. Indem sie mehr militärische Präsenz der NATO in Osteuropa fordert, outet sie sich einmal mehr als „militante Verantwortungsträgerin“. Das ist nicht nur moralisch verwerflich, es verstößt gegen das Grundgesetz. Aber deutsche Zurückhaltung ist ja längst nicht mehr hoffähig in einem Land, dessen Bundespräsident ein Kriegstreiber ist und das einen Außenminister hat, der zwar von Diplomatie spricht, aber scheinbar nicht weiß, wie sie funktioniert. Und die Kanzlerin? Die wird von alledem wahrscheinlich erst aus der Zeitung erfahren.

    Auch wenn die Lage in der Ukraine schon ohne die Einmischung durch Russland, die EU und die USA zu komplex ist, um einfache Lösungen zu finden, grundsätzlich gibt es nur zwei Ansätze. Erstens Diplomatie oder zweitens Konfrontation. Die Deutschen – hier in Gestalt von der Leyens – setzen auf Konfrontation. Das muss ab jetzt allerdings anders formuliert werden, denn im Grundgesetz steht unter Artikel 26, Absatz 1:

    „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig. Sie sind unter Strafe zu stellen.“ Den Artikel weiterlesen »

    292 Kommentare

    Hangout mit Brüssel und die EU ohne Austeritätspolitik

    geschrieben am 19. März 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    1Euro

    Ich war zu einem Hangout mit Brüssel eingeladen, auf dem es eigentlich um Wege aus der europäischen Krise gehen sollte. Die Veranstaltung entwickelte sich allerdings gänzlich anders.
    Wer sich die Debatte antun möchte, kann das jetzt hier tun (wobei ich glaube, dass diese Live-Fassung demnächst gegen einen Zusammenschnitt ausgetauscht wird).

    Interessant: Laut Werner Langen von der Europäischen Volkspartei gibt es in Europa keine Austeritätspolitik!
    Völlig neue Erkenntnisse also.

    Brüssel

    25 Kommentare

    Die Ukraine fest im Griff des Faschismus?

    geschrieben am 19. März 2014 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Im Netz kursiert derzeit das folgende Video.

    Weiß jemand mehr darüber und/oder kann das “Gespräch”, das auf dem Video zu sehen ist, übersetzen?

    419 Kommentare

    Ihr seid doch nicht das Volk!

    geschrieben am 14. März 2014 von Gastautor

    Von Alexander Unzicker

    Über die merkwürdigen Botschaften aus Deutschland an die Krim

    An die Berichterstattung über politische Krisen im Ausland kann ein Beobachter nicht immer die strengsten Maßstäbe anlegen. Wenn aber die Ausgewogenheit so eklatant aus den Fugen gerät wie im im vorliegenden Konflikt in der Ukraine, dann muss jedem, der neben einem halbwegs funktionierenden Gedächtnis auch nur durchschnittliche Geschichtskenntnisse besitzt, der Kragen platzen. Mit dem neuen Titel des SPIEGEL, war es soweit. Angesichts solch absurder Propaganda weiß man kaum, wo man beginnen soll.

    Vielleicht damit: Ich bin kein Freund von Janukowitsch, dessen politischer Gegner Juschtschenko einst unter ungeklärten Umständen mit Dioxin vergiftet wurde, und auch keiner von Putin, der Pressefreiheit am liebsten bei sibirischen Minusgraden hält und auch sonst jedes Pflänzchen der Gewaltenteilung eines Rechtsstaats im Keim erstickt. Aber ein Brandstifter, wie ihn der SPIEGEL nennt, so dumm ist Putin nicht.

    „Russland besetzt die Krim“ kann man lesen, von einer Invasion ist die Rede. Immerhin, diese Invasion ging ohne einen einzigen Verletzten oder gar Toten über die Bühne. Wenn alle „Brüche des Völkerrechts“ so ablaufen würden, dann … ja, dann würde man wohl die Äußerungen der darin erfahrenen US-Administration als weniger heuchlerisch empfinden. Den Artikel weiterlesen »

    575 Kommentare

    Public Relations – Propaganda als Wirtschaftszweig

    geschrieben am 12. März 2014 von Gastautor

    Von Lukas Böhm

    Die Methodik der modernen Werbeindustrie ist einer der Gründe, warum der freie Markt seine Versprechen vom Wohlstand für alle nicht einhalten kann. Einfachen ethischen Grundsätzen entzieht sie sich schon lange.

    Werbung ist ein gigantisches Geschäft: Im letzten Jahr investierte allein die deutsche Wirtschaft 30 Mrd Euro in Werbung. 2012 zählte die Branche fast 350.000 Beschäftigte. Nur 2009, im Zuge der Finanzkrise, sank der Umsatz.

    Das Spektrum der angebotenen Dienstleistungen ist breit und reicht von der klassischen Produktwerbung bis zu ausgefeilten Imagekampagnen. Das bewusste Versehen einer Marke mit einem Image ist dabei für uns heute so selbstverständlich, dass wir es kaum mehr hinterfragen. Wir kaufen Produkte einer bestimmten Marke heute nicht mehr nur weil wir davon überzeugt sind, dass sie besser sind. Wenn wir zur Zielgruppe der Marke gehören, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir die Marke schlicht sympathisch finden. Wir wollen uns in dem von der Firma vermittelten Bild wiederfinden. Beck´s für den coolen Mittzwanziger, Toffifee für die glückliche Familie und Hugo Boss für den begehrten Erfolgstypen. Den Artikel weiterlesen »

    54 Kommentare

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