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  • Markus Lanz: Ab jetzt nur noch tolle Gesprächspartner

    geschrieben am 21. Januar 2014 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Rubrik: Satire

    Das ZDF macht Nägel mit Köpfen. Gut so! Nachdem sich Sahra Wagenknecht in seiner Talkshow komplett daneben benommen hat, springt das Zweite nun Markus Lanz zur Seite. In Zukunft sollen seine Interviewpartner mit noch mehr Bedacht ausgewählt werden.

    „Die Linke“ fliegt raus

    Aus Kreisen des ZDF hieß es, dass Markus Lanz nach der Runde mit Sahra Wagenknecht ganz schlecht geschlafen und teilweise böse Sachen geträumt habe. In Zukunft soll Wagenknecht daher nicht mehr eingeladen werden. Wie aggressiv sie sich verhalten hat, ist überhaupt nicht nett, anzuprangern und lässt irgendwie an Stasi-Methoden erinnern. Die Linkspartei kommt von nun an nicht mehr in Betracht, wenn es um die Auswahl der passenden Gesprächspartner für den Intellektuellen Lanz geht. Den Artikel weiterlesen »

    66 Kommentare

    Sotschi wird einmal mehr zur Anti-Russland-Kampagne genutzt

    geschrieben am 20. Januar 2014 von Jens Berger

    Wer als unbedarfter Leser an diesem Wochenende die Onlineausgaben der ZEIT , des SPIEGELS,des Hamburger Abendblatts oder vielen anderen Presseorganen gelesen hat, muss wohl oder übel zu dem Schluss kommen, dass sich am Rande des Fackellaufs im russischen Woronesch etwas Ungeheuerliches abspielt haben muss. Russische Sicherheitskräfte, so die Botschaft zwischen den Zeilen, sollen einen homosexuellen Demonstranten am Rande der Strecke „niedergerungen“ haben, nur weil dieser eine Regenbogenfahne bei sich trug. Das passt natürlich 100% ins Bild des „schwulenhassenden“ russischen Präsidenten Putin. Schaut man sich jedoch die Geschichte ein wenig näher an, wird klar, dass die deutschen Zeitungen einmal mehr die Wahrheit verdrehen, um Russland in einem möglichst düsteren Licht darzustellen.

    Laut dem Hamburger Abendblatt wurde am Samstag in Woronesch ein „schwuler Aktivist am Rande des olympischen Fackellaufs festgenommen [...] weil er eine Regenbogenfahne zeigte“. Auch Zeit.de sieht dies so – dort heißt es, „er wurde festgenommen, weil er gegen Homophobie protestierte“. Ähnlich auch die Interpretation von SPIEGEL Online. Alle drei Artikel sind mit einem Photo von Andrej Nasonow bebildert, auf dem zu sehen ist, wie ein Sicherheitsmann einen Demonstranten mit Regenbogenfahne am Rande des Fackellaufs in der Nähe der Absperrung in den Schwitzkasten nimmt. So muss natürlich der Eindruck entstehen, als haben die Sicherheitskräfte sich einen Demonstranten aus dem Publikum am Rande der Strecke herausgepickt, um ihm die Fahne abzunehmen.



    Nicht erwähnt wird, dass es sich beim Photographen Andrej Nasonow um einen Freund und Mitaktivisten des Demonstranten Pawel Lebedew handelt. Nicht erwähnt wird auch, dass das abgedruckte Photo nur Teil einer ganzen Serie ist, die Nasonow auch auf der Seite der Aktivisten im russischen sozialen Netzwerk vk.com veröffentlicht hat. Erst wenn man sich alle Bilder anschaut, erahnt man, was sich am Samstag in Woronesch abgespielt hat.

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    176 Kommentare

    Können wir bitte Joachim Gauck verkaufen?

    geschrieben am 16. Januar 2014 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Kommentar

    Joachim Gauck hat „Haltung“ gezeigt. Allerdings eine, die ihn ziemlich gebückt wirken lässt. Auf einer Festveranstaltung sprach Gauck über den Neoliberalismus, den er wirklich prima findet. Zur Tagespolitik soll sich ein Bundespräsident ja nicht äußern, also demonstrierte er seine ganz persönliche Meinung. Das wird man ja wohl noch dürfen, oder?

    Es war so schön die letzten Wochen. Von Joachim Gauck war nichts zu hören, nichts zu lesen, man hätte fast meinen können, der Mann sei untergetaucht. Wenn er es war, dann ist er nun zum Luftholen wieder an die Oberfläche gekommen. Und dabei fiel ihm offenbar ein, dass ein kleines Statement ja auch nicht schaden könnte. Schadete dann aber doch.

    Auf einer Festveranstaltung des Walter-Eucken-Instituts in Freiburg nahm Gauck erst Anlauf und dann Fahrt auf. Er verstehe gar nicht, warum der Begriff „Neoliberalismus“ so negativ besetzt sei. Der arme Mann fand das „merkwürdig“ und ist dafür, künftig „mehr intellektuelle Redlichkeit“ zu zeigen.
    Ah so? Es wird nicht sofort klar, was Gauck damit meinen könnte, aber er wurde deutlicher. So alles in allem ging es ihm wohl um Gerechtigkeit. Und um die ist es bestens bestellt, zumindest solange alles so bleibt wie es ist. Gauck sprach: „Ungerechtigkeit gedeiht nämlich gerade dort, wo Wettbewerb eingeschränkt wird.“ Das ist interessant. Und noch nicht alles. Der Bundespräsident legte nach und prangerte eine staatliche Regulierung an, die den Wettbewerb behindern würde. Mit Tagespolitik hatte das natürlich nichts zu tun, nur mit dieser ominösen „Haltung“, von der Gauck sprach. Den Artikel weiterlesen »

    125 Kommentare

    No-Spy-Abkommen: Der gespielte Witz

    geschrieben am 15. Januar 2014 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Kommentar

    Nun also doch kein No-Spy-Abkommen?
    Och, Menno! Seit Monaten versucht die Bundesregierung um Rautentrulla Merkel sich irgendwie elegant und mit einem Anschein natürlicher Autorität aus dieser unsäglichen NSA-Affäre heraus zu quälen. Und jetzt das! Die USA haben nur Spaß gemacht, wollen in Wirklichkeit gar nicht aufhören, uns zu überwachen, zu bespitzeln und abzuhören. Merkel setzt trotzdem auf weitere Verhandlungen. Andere Stimmen wollen gar wirtschaftliche Sanktionen gegen die USA durchsetzen. Das ist – mit Verlaub – an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Den Artikel weiterlesen »

    175 Kommentare

    Der Fall Prokon – Es ist an der Zeit, den grauen Markt für Finanzprodukte endlich abzuschaffen

    geschrieben am 14. Januar 2014 von Jens Berger

    Die drohende Insolvenz des Windparkbetreibers Prokon erhitzt die Gemüter. Mit Prokon droht einem Unternehmen, das seit mehreren Jahren auf den Warnlisten der Verbraucherschützer steht, nun die Pleite. Es drängt sich dabei der Verdacht auf, dass das Geschäftsmodell von Prokon in frappierender Weise einem klassischen Schneeballsystem gleicht. Derart dubiose Finanzprodukte geben sich auf dem unregulierten Markt für Finanzprodukte, dem sogenannten „grauen Markt“, ein Stelldichein. Der letzte Versuch, den grauen Markt stärker zu regulieren, scheiterte im Jahre 2010 an der Blockade der FDP. Nach dem Regierungswechsel spräche eigentlich nichts dagegen, die bereits 2010 vom Finanzministerium geplanten Gesetze zur Regulierung des grauen Finanzmarktes nun umzusetzen. Warum geschieht dies nicht?

    Wieder einmal raubt eine drohende Insolvenz zehntausenden gutgläubigen Anlegern den Schlaf. Wieder einmal zeigt sich, dass exorbitant hohe Zinsversprechen, die an exotische Finanzprodukte geknüpft sind, das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen. So gesehen wäre der Fall Prokon ein Fall von vielen. Doch der Fall Prokon ist dennoch etwas besonderes: Prokons Zielgruppe waren offenbar vor allem ansonsten sehr kritische Verbraucher, die den Banken nicht mehr über den Weg trauten. Vor allem im Sog der Finanzkrise konnte Prokon mit einer Art „Anti-Establishment-Marketing“ zahlreiche Kunden für sich gewinnen. Damals wie heute gehörte die scharfe Kritik an den „Banken und Großkonzernen“ zur Vermarktungsstrategie von Prokon. Es ging ja schließlich auch um ein löbliches und gesellschaftlich sinnvolles Projekt – die Energiewende. Auch heute sieht sich Prokon nicht als Täter, sondern als Opfer. Die kritischen Berichte der Medien werden von den Verantwortlichen als „Kampagne“ gedeutet. Welch´ bittere Ironie.

    Das Geschäftsmodell von Prokon war spätestens seit 2007 – formulieren wir es vorsichtig, um juristisch nicht angreifbar zu sein – fragwürdig. 96% des Kapitals von Prokon stammen aus sogenannten Genussrechten, die der Konzern mittels einer sehr groß angelegten Marketingkampagne von 75.000 Anlegern eingesammelt hat. Dabei dürften wohl nur die wenigsten Anleger überhaupt verstanden haben, was Genussrechte überhaupt sind. Bei Genussrechten handelt es sich um eine Art Mischung aus Anleihe und Aktie, die vor allem die negativen Eigenschaften beider Instrumente bündelt. Wer Genussrechte hält, hat sich „still“ am Unternehmen beteiligt und verzichtet – anders als bei der Aktie – auf jegliche Mitsprache. Anders als Anleihen und Kredite werden Kapitalbeteiligungen über Genussrechte grundsätzlich nachrangig behandelt. Geht ein Unternehmen in die Insolvenz, werden also zunächst sämtliche offenen Forderungen aus der Insolvenzmasse bezahlt und das Geld was ggf. übrig bleibt, dürfen sich dann die Besitzer der Genussrechte teilen. Das Risiko eines Totalverlusts ist bei Genussrechten also stets gegeben. Genussrechte sind somit ein hoch riskantes Produkt, das vergleichsweise selten eingesetzt wird und an das aufgrund des hohen Risikos meist auch hohe Zinsversprechen gebunden sind. In der Regel greifen Unternehmen zu diesem Instrument, wenn sie keine Chance haben, an reguläre Kredite zu kommen.

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