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  • Nehmt dem irren Putin die Killerdelfine weg!

    geschrieben am 24. März 2016 von Jens Berger

    Es gibt Überschriften, die sind so dämlich, dass man gar nicht glauben mag, dass es sich hierbei nicht um eine Satire handelt. Die Überschrift „Putin züchtet sich neue Killer-Delfine“ gehört zweifelsohne dazu. Dies meldete in dieser Woche das in Österreich sehr populäre Nachrichtenportal oe24 und reicherte die Meldung gleich noch mit einem Screenshot an, der Putin beim Bad mit zwei Delfinen zeigt.

    Killerdelfine! Wie hat der gute Mann das Bad bloß überlebt? Mit dem gleichen Bild und fast den gleichen Worten „informiert“ auch die Schweizer Boulevardzeitung Blick von Putins Delfinen, die von den gewohnt seriösen Schweizern jedoch nicht als Killerdelfine, sondern nur als Kampfdelfine beschrieben werden, die dafür aber in einer „brutalen Einheit“ ihren Dienst tun. Die Überschrift des Schweizer Artikels lautet übrigens nicht weniger unfreiwillig komisch „Putin rüstet Delfin-Armee auf“. Wenn es um Russland geht, scheint der schreibenden Zunft wirklich keine Peinlichkeit zu dämlich zu sein, um sie nicht zu drucken.

    Dass der russische Präsident es deutschsprachigen Journalisten nie wird Recht machen können ist bekannt. Sogar wenn Wladimir Putin höchstpersönlich übers Wasser laufen könnte, würden unsere Medien sicher titeln: „Skandal! Putin kann nicht schwimmen!“ So kann es auch nicht ernsthaft überraschen, dass für unsere Medien aus zwei possierlichen Delfinen, die mit dem Leibhaftigen in einem Becken plätschern grauenerregende „Killerdelfine“ werden. Im Umfeld von Putin wird offenbar alles zu einer Bedrohung.

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    Trump und der „dritte Weltkrieg“ … schöner manipulieren mit der FAZ

    geschrieben am 23. März 2016 von Jens Berger

    Die hohe Kunst der Manipulation besteht bekanntlich darin, seine manipulative Botschaft unterzubringen, ohne dabei etwas nachweislich Falsches zu behaupten. Gemessen an dieser Definition gehört die FAZ zu den ganz Großen des Fachs. Was denken Sie, wenn Sie einen flüchtigen Blick auf diese Überschrift, samt Anreißer und Bild werfen?

    Mein erster Eindruck war, dass Donald Trump nun auch außenpolitisch auf die Positionen des „Mainstream“ einschwenkt und zum kalten Krieger mutiert ist. War dies auch Ihr erster Gedanke? Dass dem nicht so ist, erkennt man erst bei sehr genauer Lektüre des Textes und eines ellenlangen Interviews auf Englisch, das als Quelle dient.

    Was steht eigentlich in genau im besagten Artikel der FAZ? Versprochen wird im Anreißer, dass es im Artikel um Donald Trumps außenpolitische Vorstellungen geht. Darunter scheint dann auch ein „möglicher militärischer Konflikt mit Russland“ zu fallen; ein „dritter Weltkrieg“, wie es in der Überschrift heißt. Wer dies so liest, muss natürlich zu dem Eindruck kommen, ein möglicher militärischer Konflikt mit Russland samt drittem Weltkrieg sei eine außenpolitische Vorstellung von Trump. Klar, dank unserer Massenmedien wissen wir, dass Trump nicht alle Tassen im Schrank hat. Da passt diese Vorstellung wunderbar ins Bild.

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    53 Kommentare

    Der Abgasskandal wird zur Staatsaffäre

    geschrieben am 22. März 2016 von Jens Berger

    autoGestern hat die Deutsche Umwelthilfe ihre Halbjahresbilanz zur Abgasaffäre gezogen und dabei scharfe Kritik am Bundesverkehrsministerium und der Automobilbranche geäußert. Die Aufarbeitung des Abgasskandals findet zugespitzt formuliert hinter verschlossenen Türen im Schneckentempo statt. Gleichzeitig übt die Automobilindustrie größtmöglichen Druck auf deutsche Hochschulen und Institute aus, auf keinen Fall unabhängige Abgastests vorzunehmen, die den Skandal ausweiten könnten. Kritiker, wie die Deutsche Umwelthilfe, werden derweil mit komplett geschwärzten Dokumenten ruhiggestellt. Man verhöhnt die Öffentlichkeit lieber, als ernsthafte Aufklärung zu betreiben.

    Wenn Sie sich gestern Abend die Tagesschau angeschaut haben, wurden Sie umfassend informiert; zum Beispiel in einem ausführlichen Korrespondentenbericht darüber, dass ein russisches Gericht eine ukrainische Freischärlerin in Russland wegen des Mordes an zwei Journalisten schuldig gesprochen hat. Auf die gestern in Berlin stattgefundene Pressekonferenz der Deutschen Umwelthilfe zu ihrer „Dieselgate-Halbjahresbilanz“ hatte es kein Kamerateam der öffentlich-rechtlichen Sender geschafft. Hinsichtlich des Informationsauftrags der Öffentlich-Rechtlichen ist allein dies bereits ein Skandal, denn was die Deutsche Umwelthilfe zu berichten hatte, hätte sehr wohl in die Hauptnachrichtensendungen gehört.

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    61 Kommentare

    Siechmar Gabriel, der Kämpfer für Handel und Frieden!

    geschrieben am 21. März 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    TTIPGabrieL

    72 Kommentare

    Gabriel, Edeka und Kaiser’s Tengelmann: Alles Banane

    geschrieben am 18. März 2016 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    monkey-704758_960_720Kommentar

    Der Mann mag nicht im falschen Körper stecken, in der falschen Partei aber garantiert. Obwohl: von sozialdemokratischen Überzeugungen ist die SPD so weit entfernt wie Frauke Petry vom Erscheinen beim Morgenmagazin. So gesehen ist Sigmar Gabriel vielleicht doch mit dem richtigen Parteibuch ausgestattet. Und so gesehen macht seine Ministererlaubnis für die Übernahme Kaiser’s Tengelmann durch Edeka also Sinn. Dumm ist sie trotzdem.

    Offenbar sind wir längst über die Marktgesetze fairen Wettbewerbs hinaus. Der Staat hält sich da normalerweise gern raus, der Markt kriegt das schon so hin, natürlich immer zum Besten der Allgemeinheit. Aber der gute Sigmar macht gern eine Ausnahme, wenn es um den Ausbau einer Monopolstellung beim Marktführer geht. Edeka hat sowieso schon eine Position, die es anderen Supermärkten schwer macht, sich durchzusetzen. Vom Druck auf Landwirte und Zulieferer gar nicht erst zu sprechen. Jetzt will er also angeblich 16.000 Arbeitsplätze schützen. Und stimmt der Übernahme zu, gegen strenge Auflagen, versteht sich. Nur wann hält sich ein Großkonzern an strenge Auflagen? Den Artikel weiterlesen »

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