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  • Impressionen aus Sierra Leone

    geschrieben am 24. Oktober 2013 von Jens Berger

    slteaser

    Nun liegen die ersten Multimedia-Inhalte unserer Tour nach Sierra Leone vor.

    Die komplette Galerie findet Ihr auf den Aussengedanken.

    Damit Ihr nicht denkt, ich poste hier nur faul Fotos – das kommt noch:

    4 Videos mit Interviews und Beiträgen zum Thema Land Grabbing
    1 kleiner Dokufilm zum Thema Land Grabbing
    1 Hintergrundartikel zum Thema Land Grabbing
    1 Artikel zum Thema Land Grabbing in Sierra Leone
    1 Hintergrundartikel zum Thema Fair Trade
    1 Artikel zum Thema Kakaoanbau in Sierra Leone und Fair Trade
    1 Video mit Impressionen aus Sierra Leone

    Stay tuned ;-)

    23 Kommentare

    Nach dem Fall Limburg: Tausende Häuslebauer treten Kirche bei

    geschrieben am 23. Oktober 2013 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Rubrik: Satire

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Nachdem der Papst den Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zwar reichlich ausgeschimpft, aber nicht vom Hof gejagt hat, denken viele junge deutsche Familien darüber nach, in die Kirche einzutreten. Die Konditionen der Immobilienfinanzierung sind schließlich unschlagbar.

    Insgesamt 12.465 Familien haben die Beitrittserklärung für die katholische Kirche bisher ausgefüllt, nachdem bekannt geworden war, dass der Papst Tebartz-van Elst nach einem kleinen Urluab weiter seinen Job machen lässt. Eine davon ist Familie Ruderbeck. Andreas Ruderbeck, Vater zweier kleiner Kinder, sagte dazu: „Wir sind in die Kirche eingetreten. Als nächstes werde ich mir einen Job als Bischof suchen. Dann geht es ans Bauen. Uns schwebt irgendwas mit 12 Zimmern vor, vielleicht aber auch mehr.“

    Auch Bernd Lugnitz ist begeistert von der Entscheidung des Papstes. Trotz historisch niedriger Zinsen auf dem Immobilienmarkt setzt Lugnitz, Vater einer dreijährigen Tochter, auf die Kirche: „Unser Finanzberater hatte uns eine Finanzierung ohne Eigenkapital mit nur 1,2 Prozent vorgeschlagen. Wenn ich als Bischof arbeite und dann unser Haus baue, komme ich auf 0,0 Prozent Zinsen und mache noch reichlich Gewinn bei der Sache. Ich wär’ ja blöd, wenn ich das Angebot nicht annehmen würde.“

    Doch es gibt auch skeptische Stimmen. Manfred Bolle, Vater eines einjährigen Sohnes, fürchtet schlechte Presse: „Wenn wir erst einmal bei 20 oder 30 Millionen Baukosten angekommen sind, könnte es zu Neid und Missgunst durch Ungläubige kommen. Das wird sicher kein Zuckerschlecken.“
    Bolle geht das Risiko aber dennoch ein: „Ich war immer schon ein gläubiger Mensch. Jetzt glaube ich fest daran, dass unser neues, bescheidenes Heim mit 14 Zimmern, 4 Bädern, zwei Küchen und einem kleinen Golfanwesen uns auch glücklich machen wird. In den Urlaub fliegen wir übrigens trotzdem weiterhin zweiter Klasse.“
    Man sieht, Bolle bleibt bescheiden.
    Und die Kirche hat sich einmal mehr als strahlendes Vorbild erwiesen!

    30 Kommentare

    Vernichtet endlich Arbeitsplätze!

    geschrieben am 18. Oktober 2013 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Ein Kommentar

    Ein Zufall? Wohl eher nicht. Die „führenden“ Wirtschaftsinstitute warnten gestern mit erhobenem Zeigefinger vor einem gesetzlichen Mindestlohn. Zeitgleich war das Thema in den Sondierungsgesprächen von SPD und CDU/CSU diskutiert worden. Einmal mehr stehen die Sozialdemokraten dumm da, favorisieren sie doch den Mindestlohn, auch um ihr eigenes Gesicht zu wahren. Jetzt schaden sie ganz offiziell der Wirtschaft, zumindest transportiert das die Botschaft vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und dem Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Das Argument der Wirtschaftsinstitute wird gebetsmühlenartig wie ein Mantra herunter gebet: Ein Mindestlohn gefährdet Arbeitsplätze.
    Dafür wird es aber auch Zeit!

    Um auf Nummer sicher zu gehen, haben die Ökonomen zunächst einmal ihre Wachstumsprognose von 0,8 auf 0,4 Prozent gesenkt. Da geht ein Mindestlohn natürlich gar nicht. Und zu den Arbeitsplätzen: Besonders im Osten verdienen viele Menschen weniger als 8,50 die Stunde, rund 25 Prozent aller Beschäftigten (und so soll es gefälligst auch bleiben!). Bundesweit sind es rund fünf Millionen, so die Institute. Käme nun der Mindestlohn, wären rund 1 Million Arbeitsplätze gefährdet.
    Ja, und?

    Die Gefährdung von einer Million Arbeitsplätze, die nichts weiter sind als Pseudobeschäftigung, weil niemand davon leben kann, ist also eine Bremse für die Wirtschaft? Und überhaupt, ohne Mindestlohn ist alles besser. Im nächsten Jahr erwarten die Ökonomen bereits ein Wachstum von 0,8 Prozent, zudem stehe die „Wirtschaft vor einem Aufschwung“. Wegen steigender Beschäftigung und steigender Löhne hätten die Deutschen auch wieder richtig Lust, Geld auszugeben, 0,9 Prozent mehr in diesem und 1,4 Prozent im nächsten Jahr. Die Unternehmen helfen kräftig mit, weil sie mächtig investieren und so die Konjunktur ankurbeln.

    Bei diesen Aussichten stören Beschäftigte nur, die nichts zum Wachstum und der Konjunktur beizutragen haben Denn ein Aufstocker wird kaum nach dem Blick auf seinen Kontoauszug in einen unkontrollierbaren Kaufrausch verfallen, seine Kreditaussichten sind auch nicht gerade rosig, falls er sich mal ein Haus oder ein Boot kaufen will.
    Sie müssen weg, diese sogenannten Arbeitsplätze, die nichts weiter sind als eine Aufhübschung der Arbeitslosenstatistik. Sie müssen weg, die Arbeitsplätze, die den Beschäftigten ein Leben ohne zusätzliche Unterstützung nicht erlauben. Selbst ein Mindestlohn von 8,50 Euro ist zu niedrig, die von der Linkspartei geforderten 10 Euro sollten Minimum sein.
    Eine Million Jobs weniger? Bitte, nur zu, vernichtet diese Arbeitsplätze endlich! Und schafft neue. Solche, von denen die Menschen leben können.

    267 Kommentare

    Niemand stoppt die eiskalten Händchen der Klimakanzlerin

    geschrieben am 16. Oktober 2013 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Der naheliegende Zusammenhang zwischen der BMW-Spende in Höhe von 690.000 Euro an die CDU und Merkels Querschüssen bei der von der EU geplanten Reduzierung des CO2-Ausstoßes macht einmal mehr deutlich, wie nah die Kanzlerin dem Kapital steht. Nur Konsequenzen wird es wohl abermals nicht haben.

    Angela Merkel wechselt gern mal ihre Meinung. Alleine der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2013 war ein Sammelsurium von inhaltlichen Wechselbädern der Kanzlerin. Beim Atomausstieg verhielt sich das nicht anders. Merkel setzt durch, was ihr nützt und was ihr Stimmen bringt. Nun, nach der Wahl, braucht sie diese Stimmen vorerst nicht mehr, sie sitzt fest im Sattel. Deshalb nahm sie sich ganz selbstverständlich die Unverschämtheit heraus, den EU-Beschluss, der den CO2-Ausstoß bis 2020 deutlich senken sollte, in letzter Sekunden zu torpedieren. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass die BMW-Familie der CDU eine satte Spende in Höhe von 690.000 Euro hatte zukommen lassen. Der zeitliche Zusammenhang von Merkels Querschuss und der Spende lässt in den Augen der Linkspartei den Verdacht der Käuflichkeit zu. Den weist die CDU natürlich weit von sich. Angela Merkel selbst macht das, was sie in solchen Situationen immer am liebsten tut: nichts.

    Angela allein zu Haus

    VDA-Chef Mathias Wissmann schwante Böses, als er von den EU-Plänen erfuhr, die Abgaswerte zu senken. Der Freund der Autoindustrie und Duz-Kumpel Merkels schrieb ihr in einem Brief schon im Mai 2013 besorgt, er sehe die Gefahr von „willkürlich gesetzten Grenzwerten“ und fürchte ein „kaputt regulieren“ durch die EU. Die wollte den CO2-Ausstoß in Europa von derzeit 130 Gramm pro Kilometer auf 95 Gramm im Jahr 2020 senken, schlecht für Automarken wie BMW, Mercedes oder Audi. Alles war schon in trockenen Tüchern, selbst die CDU-Abgeordneten in Brüssel hatten ihre Ja-Stimme abgegeben. Doch dann kam Angela Merkel und verhinderte im Alleingang die endgültige Unterschrift und somit die Verbindlichkeit der Pläne. Öffentlich sagte die Kanzlerin mit einem süffisanten Lächeln: „Deutschland ist immer bereit, diese Ziele umzusetzen. Aber es muss natürlich auch realistisch sein, wenn ich die Gelegenheit nutzen darf.“ Mit im Publikum saß auch Mathias Wissmann. Er dürfte zufrieden gewesen sein. Den Artikel weiterlesen »

    96 Kommentare

    Brief an den Wähler

    geschrieben am 14. Oktober 2013 von Joerg Wellbrock (Tom W. Wolf)

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf

    Lieber Wähler,

    ehrlich, Du bist mir vielleicht einer! Das hast Du bei der letzten Bundestagswahl einmal mehr unter Beweis gestellt.
    Jetzt hast Du im Kollektiv so etwas wie die Große Koalition gewählt, obwohl Du unsicher bist, ob nicht auch Schwarz-Grün Charme hätte. Du hast – wenn ich daran erinnern darf – auch eine rot-rot-grüne Regierung gewählt, aber davon willst Du jetzt nichts mehr wissen. Das schreiben zumindest die Zeitungen. Wenn ich denen glauben soll, dann bist Du insgesamt total zufrieden. Zumindest mit Angela Merkel. Ansonsten hast Du für Politiker nicht viel übrig, so steht es geschrieben. Die Kanzlerin hältst Du offenbar für irgendwas anderes, denn die hast Du gern, egal, was sie macht.
    Lieber Wähler, es wird Dir nicht gefallen, aber Angela Merkel ist tatsächlich eine Politikerin, und zwar die Chefin der ganzen Horde, auch wenn sie sich benimmt, als würde sie Dir morgens gern ein Marmeladenbrot schmieren. Auf dieses Brot kannst Du lange warten, aber ein hartes Brot, das steht Dir bevor, davon kannst Du ausgehen.

    So richtig weißt Du offenbar auch nicht, was Du willst. Oder denkst. Oder fühlst. Wenn die Merkel monatelang herunter betet, dass es Dir gut geht, dann glaubst Du ihr das und wählst sie deshalb auch. Der FDP glaubst Du den gleichen Unsinn nicht, deshalb hast Du sie aus dem Bundestag rausgewählt. Das ist in Ordnung, das wurde wirklich Zeit, das hast Du gut gemacht. Auch dass Du Dich von der AfD nicht hast blenden lassen – na ja, jedenfalls nicht so sehr, dass die jetzt im Bundestag mitspielen darf – finde ich gut. Trotzdem, die einen können Dir ein X für ein U verkaufen, die anderen kriegen das nicht hin. Du bist ein wirklich merkwürdiger Weggefährte, lieber Wähler.

    Eben habe ich gelesen, dass der DGB eine Umfrage gemacht hat. Ausgerechnet die BILD-Zeitung hat darüber berichtet. Und da kam nun also heraus, dass jeder Zweite von Dir fürchtet, den Lebensabend in Armut zu verbringen. Jeder Zweite, das ist heftig!
    Ich meine, jetzt mal ernsthaft: Was hast Du Dir denn bei Deinem Kreuz in der Wahlkabine gedacht, wenn Du in so großer Zahl fürchtest, von Altersarmut betroffen zu sein? Was denkst Du denn, wer dafür verantwortlich ist? Du scheinst wirklich völlig beratungsresistent zu sein. Die Merkel und ihre Komplizen arbeiten auf Hochtouren daran, dass die Altersarmut weiter zunimmt. Sie bringen das zu Ende, was Schröder und seine schwarzen Genossen angefangen haben. Die hast Du dann irgendwann abgewählt. Aber Merkel sprichst Du Dein Vertrauen aus, womöglich sogar Dein vollstes.

    Lieber Wähler, das war keine Glanzleistung, die Du am 22. September zustande gebracht hast. Jetzt haben wir den Salat, und wir wissen nicht, wie und mit wem es wann weitergeht. Aber wir wissen, dass die Richtung gleich bleiben wird. Und weißt Du, was das für Dich bedeutet? Für Dein Portemonnaie? Jetzt und in Zukunft, während der Zeit Deines Daseinswinters?
    Frostige Temperaturen und kaum Holz zum Heizen.

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