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20:08 20. Februar 2008
| Armin
Neues Mitglied
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Weil es bei der DKP auch immer ein Thema war und irgend jemand hier ja schließlich den Anfang machen muss:
Wieso können Verluste eigentlich immer so einfach verstaatlicht werden (Northern Rock, IKB usw.) und bei solchen Dingen wie Versorgungsnetzen gibt es sofort ein großes Geschrei? Dabei steht im Grundgesetz ja gar nicht, dass nur defizitäre Unternehmen zum "Volkseigentum" taugen. ;-)
Ich würde zum Beispiel gerne die Bahn behalten und hier oben im Norden eon das Stromnetz wegnehmen. Bin ich ein hoffnungsloser Stalinist?
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/75/158647/
http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/526/159096/
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Ich würde zum Beispiel gerne die Bahn behalten und hier oben im Norden eon das Stromnetz wegnehmen. Bin ich ein hoffnungsloser Stalinist?
Keinesfalls, ansonsten wäre die EU-Komission ja auch stalinistisch ;-)
Zum Thema Bahn-Privatisierung gab es übrigens eine sehr empfehlenswerte Doku vom WDR:
Bahn-Monopoly- Wer bleibt auf der Strecke
EMule-Link
Auch zum Thema "Stromkartelle" habe ich eine Doku-Empfehlung:
Das Kartell - Im Würgegriff der Energiekonzerne
EMule-Link
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23:15 20. Februar 2008
| Armin
Neues Mitglied
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| Beiträge2 |
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Zum Thema Bahn-Privatisierung gab es übrigens eine sehr empfehlenswerte Doku vom WDR:
Bahn-Monopoly- Wer bleibt auf der Strecke
EMule-Link
Danke! Die WDR-Doku habe ich - glaube ich - gesehen. Da gibt es doch diese wundervolle Interview-Sequenz, in der Herr Mehdorn erklärt, man müsse beim Verkauf des Kölner Doms heutzutage auch Geld drauflegen. Der habe zwar mal einiges gekostet, aber wer würde den sonst schon nehmen…
Wundervoll!
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Herr Mehdorn erklärt, man müsse beim Verkauf des Kölner Doms heutzutage
auch Geld drauflegen. Der habe zwar mal einiges gekostet, aber wer
würde den sonst schon nehmen…
Ja ja, der Herr Barney Geröllheimer von der Bahn ist schon ein echter Komiker. In der Doku fand ich auch die Szene herrlich, in der der Bahnfachmann genüßlich den Brandbrief (mit den kleinen Bömbchen) von Mehdorn an seinen Arbeitgeber vorliest. Ein absurdes Spektakulum.
Wenigstens scheint die Bahnprivatisierung ja nun bis zu den nächsten Wahlen auf Eis zu liegen. Wenn es kein Schwarz/Gelb geben sollte, wird sie wohl (hoffentlich) nie kommen.
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10:40 22. Februar 2008
| Pommel
Gast
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Das ist eine "lustige" Fragestellung.
Es ist doch klar, dass da neue Gebietsoligopole entstehen sollen, damit der Bürger kräftig zur Kasse gebeten werden kann. Dazu gehört seit einigen Jahren zunehmend auch die Wasserversorgung.
Dass der Staat nach den Privatisierungs-Orgien nicht mehr so richtig lebensfähig ist, hat Methode.
Bereits heute kommen ca. 80 % der Gesetzesinitiativen über die EU. Das deutsche Parlament fungiert bereits jetzt mehr als Feigenblatt, um die längst stattgefundenen Machtverlagerungen zu verschleiern. Bezogen auf viele wichtige Fragen ist es nur noch Abnicker der EU-Entscheidungen, auch im Sinne einer Art Verschleierung gegenüber der Bevölkerung.
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Bezogen auf viele wichtige Fragen ist es nur noch Abnicker der
EU-Entscheidungen, auch im Sinne einer Art Verschleierung gegenüber der
Bevölkerung.
Ja und nein ;-)
Die EU-Vorgaben sind meist 100% identisch mit der Linie der Großen Koalition. Die Hauptaufgabe der EU scheint mittlerweile zu sein, dass man unangenehme und unbequeme Entscheidungen an sie auslagern kann. Dem Wahlvieh kann man dann immer sagen "sorry, wir müssen nur EU-Vorgaben" erfüllen - siehe z.B. Vorratsdatenspeicherung.
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23:28 3. März 2008
| oltheo
Neues Mitglied
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Das Problem liegt doch wohl in den vorhandenen Mischformen. Die Bahn besitzt das Schienennetz, die Stromleitungen gehören den Energieversorgungsunternehmen, die Gasleitungen den Gasversorgern, die meisten Telefonleitungen der Telekom. Ein Wettbewerb ist so nicht möglich, die Gewinne fließen also an einige wenige Unternehmen und werden unter den "Topmanager" verteilt.
Man stelle sich vor, die Autobahnen würden einer Spedition gehören, der Verbraucher wäre auch hier der Dumme. Also privatisiert man die Gewinne, die Kosten werden auf die Allgemeinheit abgewälzt.
Eine Verstaatlichung diverser Teile der Wirtschaft würde wiederum unseren "fähigen" Politikern den Zugriff darauf gestatten, die Allgemeinheit wäre wieder der Dumme. Der gegenwärtige Politikstil ist doch wohl wie in einer Kneipe, wo gewählt werden würde. Wer an die Regierung will ruft "Freibier für Alle" und die nächsten die reinkommen, zahlen dafür.
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